Eine Klangreise in die Welt eines großen französischen Komponisten

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Aachen. Der Deutsch-Französische Chor Aachen – Les Troubadours d’Aix veranstaltet am Samstag, 9. September, um 19 Uhr in der Kirche St. Peter am Bushof ein Konzert mit Werken des großen französischen Komponisten Gabriel Fauré, dem Zeitgenossen Claude Debussys und Lehrer von Maurice Ravel.

Zu Beginn des Programms wird das „Cantique de Racine“ dargeboten, das auf einen geistlichen Text des bedeutenden französischen Dramatikers Jean Racine aus dem 17. Jahrhundert zurückgeht, dem Zeitalter des absolutistischen Sonnenkönigs Louis XIV. Gabriel Fauré erhielt schon als Musikstudent einen wichtigen Kompositionspreis für sein Werk. In der reizvollen Besetzung mit Harfe, Violoncello sowie vierstimmigem Sing- und Summchor folgt die Pavane op. 50 mit einem Text aus den Kreisen der Pariser literarischen Salons des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

„Elégie“ und „Messe de Requiem“

In eine wiederum ganz andere Ausdrucksebene entführt sodann die „Elégie“ für Violoncello mit Begleitung: Tiefe Melancholie, umgesetzt in schwelgerische Violoncello-Kantilenen prägt diese Musik. Solist ist der französische Violoncellist Jehan Saison.

Hauptwerk des Konzerts ist die „Messe de Requiem“, Faurés bekanntestes Werk. Nicht die Schrecken des Jüngsten Gerichts, Verzweiflung, Tragik und Düsternis wie in den anderen bedeutenden Requiemvertonungen der Musikgeschichte stehen im Zentrum des Werkes.

Diese Totenmesse durchzieht vielmehr ein klanggewordenes Gefühl von Entrückung und glücklicher Erlösung. Die üppig instrumentierte orchestrale Begleitung, ohnehin nicht vom Komponisten selbst, sondern von einem seiner Schüler verfasst, wird im Aachener Konzert durch eine dem Charakter des Werks durchaus angemessene instrumentale Besetzung mit Orgel, Harfe und Violoncello ersetzt. Die Solopartie im „Pie Jesu“ übernimmt Maria Regina Heyne, als Lied- und Oratoriensängerin in der Region Aachen und weit darüber hinaus erfolgreich.

Konstanze Jarczyk an der Harfe

Die Harfenistin Konstanze Jarczyk musiziert nach einer ersten Zusammenarbeit mit begeisternden solistischen Werken im Herbst 2015 zum zweiten Male mit den Troubadours d’Aix.

Im Rahmen eines chorübergreifenden Projekts des internationalen Verbandes der Deutsch-Französischen Chöre unter dem Namen „Choeurs en route“/“Choristen fahren anderswohin“ wirken an diesem Fauré-Konzert Sängerinnen und Sänger vor allem aus dem Bremer Deutsch-Französischen Chor mit. Dessen Leiter, Thomas Streit, übernimmt das Dirigat im „Cantique de Racine“ und im Requiem, jeweils für den den Orgelpart versehenden Aachener Chorleiter Heinrich Bentemann.

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