Aachen - Eine Initiative in Richtung Museumslandschaft

Eine Initiative in Richtung Museumslandschaft

Von: Christiane Chmel
Letzte Aktualisierung:
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Vorstellung eines Idealkonzepts eines Burgenmuseums: Der Vorstand der GIB mit Bernhard Siepen, Klaus-Dieter Hammes, Guido von Büren und Ulrich Alertz (von links) stellte die Pläne vor. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Bereits 2008 entstand der Wunsch nach einem eigenen Museum, denn die Gesellschaft für Internationale Burgenkunde Aachen (GIB) hätte genügend Exponate, um ein solches zu füllen. Jetzt sollen dem Wunsch Taten folgen: Die GIB stellte ihr Idealkonzept eines euregionalen Museums „Zwischen Orient und Okzident?“ vor.

1996 wurde der Verein von Architekt Bernhard Siepen gegründet. Der gemeinnützige Verein widmet sich der abendländischen Burgenkultur von der Karolingerzeit bis zum ausgehenden Mittelalter. Auf wissenschaftlicher Grundlage werden burgenkundliche Themen präsentiert, indem dazu Modelle im Maßstab 1:25 geschaffen werden. Dabei wirken namhafte Historiker und Bauforscher ebenso wie fachlich versierte Handwerker und Schüler mit.

Dieses Konzept hat bereits weltweite Erfolge erzielt. Allein in den USA und in Frankreich haben weit mehr als 300.000 Menschen die Ausstellungen besucht. Die bis 36 Quadratmeter großen, von tausenden handgefertigten und -bemalten Figuren in Szene gesetzten Ausschnittmodelle von zum Beispiel Donjon von Coucy, Crac de Chevaliers und dem Basar von Aleppo begeisterten ebenso wie die in den vergangenen drei Jahren entstandenen Modelle der Handels- und Pilgerschiffe Kogge, Nef und Nave.

Aktuell arbeiten die Vorstandsmitglieder der GIB – Bernhard Siepen als Architekt, Dipl.-Ing. Klaus-Dieter Hammes als Tragwerkplaner und Dr. Ulrich Alertz als Historiker und Schiffbauexperte – aktiv an einem Idealkonzept eines Museums, das auf einem ihnen zur Verfügung gestellten Baugrundstück unterzubringen wäre. Dort soll ein Museum mit Präsentationswerkstatt entstehen, das Geschichte dreidimensional erlebbar macht.

Pläne mit einem symbolhaft achteckigen Ausstellungsraum mit zusätzlichen Bereichen für Kasse, Souvenierverkauf, Multifunktionsraum, pädagogischer Werkstatt und Gastronomie auf rund 1600 Quadratmetern liegen bereits vor. Ausschnitts- und Übersichtmodelle sollen hier in Verbindung mit mehrsprachigen Schautafeln die Besucher über die Hintergründe der Kreuzzüge, der Orden, der führenden Persönlichkeiten, der Schrifttypen und der Burgen beider Religionen informieren.

„Ziel der GIB ist die Unterbringung vorhandener und künftiger Modelle in einem interkulturellen Museum, das Besucher christlicher und islamischer Religionskreise erreichen soll“, betont Siepen. Weiterhin sollen Vorträge und Symposien stattfinden und die Veranstaltungsräume auch für andere Anlässe angemietet werden Neben einer Festausstellung soll es halbjährliche Wechselausstellungen geben. „Hier wollen wir themenbezogene Nachbildungen bekannter Burgen aus über 50.000 losen Buchenholzelementen mit Figuren im Maßstab 1:25 lehrreich in Szene setzen“, so der Architekt.

Mit dem Idealkonzept des Museums gehen die Verantwortlichen der GIB jetzt auf Sponsorensuche, um von der reinen Planung auch in die Verwirklichung des euregionalen Museums gehen zu können. Anfang 2018 wird es eine Informationsveranstaltung geben, bei der sich Interessierte über das Projekt informieren können.

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