Eine „fixe Idee“ führt bis aufs Podium

Von: Gerd Simons
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Freuen sich über ihren großen Erfolg in Siegen (v.l.): Helmut Herzog, Gerd Libber, Karl Swiontek, Harald Bernhard, Norbert Breuer und Walter Sturm. Foto: Gerd Simons

Aachen. Die Aachener Band Necromonicon hat beim Finale des 34. Deutschen Rock&Pop-Preises des Deutschen Rock&Pop-Musikerverbandes und der Deutschen Pop-Stiftung den ersten Platz belegt und ist Deutschlands beste Progressiv-Band 2016.

Die Freude stand den Musikern Walter Sturm (Gitarre, Gesang), Norbert Breuer (Gitarre, Gesang), Gerd Libber (Bass), Harald Bernhard (Schlagzeug), Helmut Herzog (Orgel, Akkordeon) und Karl Swiontek (Querflöte, Akkordeon) ins Gesicht geschrieben. „Unfassbar“, konnte Walter Sturm den Erfolg seiner Band fast nicht glauben.

Die Fahrt zum Bundesfinale in der Siegener Siegerlandhalle war als Dienstreise deklariert und mit mit viel Spaß und guter Laune reiste Necronomicon samt Entourage an, um im Kollektiv eine gute Zeit zu haben. Es sei eine fixe Idee gewesen, sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen, blickte Norbert Breuer zurück. Und es sei eine Bewerbung auf den letzten Drücker gewesen.

Wenige Wochen vorher hatten Necronomicon mit „Verwundete Stadt“ eine neue Maxi-CD veröffentlicht, wollten stärker ins Marketing für die Band einsteigen und den Auftritt dazu nutzen, sich beim Finale einem größeren Publikum vorzustellen und neue Kontakte knüpfen. Bei der Konkurrenz hatte sich das Sextett, das Ende der 1960er Jahre gegründet wurde und seit 2009 seinen zweiten musikalischen Frühling erlebt, keine Chancen ausgerechnet, aufs Treppchen zu kommen.

Nach unendlich langem Warten auf den Auftritt – insgesamt waren fast 80 Bands für das Finale in den Hauptkategorien Pop, Singer/Songwriter, Hardrock, Alternative, Country, Singer, Rock angetreten – war Necronomicon an der Reihe und sorgte mit ihrem kurzen und knackigen Vier-Minuten-Auftritt bei vielen Musikern und Zaungästen in der Siegerlandhalle für erstaunte Gesichter. Necronomicon spielte den mit Akkordeon unterlegten Song „Verwundete Stadt“, der die Attentate von Paris und Brüssel zum Thema hat, und legte einen schnörkellosen, druckvollen, begeisterten und engagierten Auftritt hin.

Und das, obwohl „wir haben uns auf der Bühne über die Monitorboxen fast überhaupt nicht gehört haben“, wie die Band hinterher berichtete. „Wir haben rein intuitiv losgelegt.“ Ende Februar wird die Band im Tonstudio des Aachener Produzenten Jürgen Müller mit den Aufnahmen für ihr nächstes Vinyl-Album beginnen, das im Mai erscheinen soll. Der erste Auftritt im neuen Jahr ist für Samstag, 31. März, fest eingeplant.

Der Deutschen Rock&Pop-Preis, seit 1983 fester Bestandteil des bundesdeutschen Veranstaltungskalenders, wurde in diesem Jahr in über 120 verschiedenen Kategorien aus dem musikalischen Gesamtbereich verliehen. Die Formation Herr Witte aus Würselen belegte in der Kategorie „Bester Deutscher Text“ für den Song „Nur Du kennst mich“ den dritten Platz.

Eine gelungene Premiere feierte beim Finalwettbewerb auch Alina Sebastian. Die 18-jährige Singer/Songwriterin aus Würselen, die 2014 den Wettbewerb gewinnen konnte, feierte ihren gelungenen Einstand in der Riege der Moderatoren, die durch den Musikmarathon führten.

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