Einbruchserie: Polizei sucht zwei Mädchen

Von: Oliver Schmetz
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Halt, Polizei: Die Frage, welche Aufgaben die Polizei wird abgeben können, wird zu langen Diskussionen führen. Und: Kann die Gesellschaft überhaupt ein Interesse daran haben? Oder braucht sie schlicht mehr Polizei?

Aachen. Sie sind sehr jung, Kinder noch oder gerade einmal Jugendliche. Das ist von Vorteil, weil sie entweder noch nicht strafmündig sind oder sich gut als solches ausgeben können. Denn sie werden zum Klauen geschickt, oder zum Einbrechen.

Ermittler können ein Lied davon singen, dass osteuropäische Einbrecherbanden in Deutschland oft bevorzugt Kinder und Jugendliche als Täter einsetzen. „Die Masche ist nicht neu“, sagt etwa Sandra Schmitz, Sprecherin der Aachener Polizei.

Aber sie ist in diesen Tagen in Aachen gerade wieder aktuell. In der Stadt, die im vergangenen Jahr und entgegen dem Landestrend abermals einen Anstieg bei den Wohnungseinbrüchen verzeichnet hat, fahndet die Polizei derzeit nach zwei jungen Mädchen. Das Duo steht in dem Verdacht, in den vergangenen Tagen mindestens vier Einbruchsversuche unternommen zu haben, von denen zwei erfolgreich waren.

Zumindest meinen die Ermittler dank Zeugenaussagen diese vier Fälle den beiden dunkelhaarigen Mädchen, deren Alter auf 12 bis 15 Jahre und deren Körpergröße auf 165 bis 170 cm geschätzt wird, zuordnen zu können: Am Montag schlugen sie demnach mittags in einem Mehrfamilienhaus in der Malmedyerstraße zu. Einer Nachbarin fielen sie im Treppenhaus auf, ein Hausbewohner fotografierte sie auf der Flucht. Der Einbruch war da schon geschehen, der Schaden steht noch nicht fest, da die Bewohner laut Polizei verreist sind. Gegen 14 Uhr am gleichen Tag beobachtete ein Zeuge die Mädchen in der Nähe eines Tatorts in Laurensberg, wo in der Straße Am Rosenhügel ein Fenster aufgehebelt und die Wohnung durchsucht wurde. Am Dienstag wurden zwei dunkelhaarige Mädchen gegen 15.30 Uhr beobachtet, wie sie an einem Haus in Richterich ein Fenster aufhebelten. Als sie bemerkt wurden, flüchteten sie von der Roermonder Straße über die Gleise in Richtung Horbacher Straße. Später wurden sie in der Peterstraße gesichtet, als sie versuchten, eine Tür aufzubrechen. Auch dort konnten sie fliehen.

Aber auch wenn sie gefasst werden, machen sich die Ermittler keine großen Illusionen. Meist gäben sich die Jugendlichen als 13-jährig – also nicht strafmündig, – und völlig alleinstehend aus, sagt Schmitz: „Dann kommen sie in eine Pflegefamilie, wo sie oft schnell wieder abhauen.“

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