Aachen - Ein Zeichen gegen Armut und Ausbeutung

Ein Zeichen gegen Armut und Ausbeutung

Von: Sarah Sillius
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Fair gehandelte Produkte wie Schokolade und Kaffee schmecken nicht nur vielen gut. Mit ihrem Kauf lässt sich vor allem ein aktives Zeichen gegen Armut und Ausbeutung und für einen gerechten Welthandel setzen.

Das will auch Aachen tun, und dies mit dem Titel „Fairtrade-Town” unterstreichen. Der Titel ist Teil der internationalen Kampagne des Vereins Transfair. Bislang tragen das Etikett „Fairtrade-Town” über 600 Städte aus Europa, den USA, Kanada und Australien. Viele Städte befinden sich noch im Bewerbungsverfahren. So auch Aachen.

Um das Label der „Fairtrade-Town” zu erwerben, muss die Stadt eine ganze Reihe Kriterien erfüllen. Und das tut sie bereits. Voraussetzung ist zum Beispiel die Unterstützung durch kirchliche Hilfswerke wie Misereor und Missio.

Auch der städtische Fachbereich Umwelt, das Eine-Welt-Forum, der Weltladen und der Einzelhandelsverband gehören zu dem breiten Bündnis der Initiative. „Aachen ist schon jetzt eine ökologische Stadt der Zukunft”, sagt Bürgermeisterin Hilde Scheidt (Grüne) mit Blick auf das bestehende Agenda-21-Partnerschafts-Projekt mit Kapstadt. „Das Label der âFairtrade- StadtÔ soll diesen Bogen schließen.”

Fair gehandelte Produkte wie Lebensmittel und Kleidung seien längst nicht mehr nur ein Thema für Einzelgänger, meint Scheidt. Viele Verbraucher wollten wissen: „Wo kommen die Produkte her? Und werden die Menschen, die sie herstellen, gerecht bezahlt?”

Auch Harald Baal, CDU-Fraktionsvorsitzender, bewirbt das Etikett: „Aachen ist nicht nur eine europäische, sondern eine internationale Stadt. Wir tragen Verantwortung für die Menschen in der ganzen Welt.”

Die Fairtrade-Produkte zu kaufen und zu bewerben sei ein Stück Wertschätzung gegenüber den Menschen, die sie produzieren und davon leben müssen. Für Scheidt ist der Titel zudem eine Anerkennung der Arbeit jener Leute, die die Produkte in den Aachener Geschäften ehrenamtlich verkaufen.

Hilde Scheidt und Harald Baal gehen davon aus, dass die Stadt Aachen das Etikett im nächsten Jahr erhalten wird.

Es gelte dann, die nötigen Kriterien auch weiterhin zu erfüllen, mit Projekten und Veranstaltungen den Fairtrade-Gedanken weiterzutragen. In den Aachener Schulen werde der schon jetzt gelebt. „Im Rahmen von Eine-Welt-Projekten wird den Kindern vermittelt, wo und wie die Produkte hergestellt werden.”
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