Ein wunderbarer Abend voll mit musikalischem Temperament

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Überzeugender Klangkörper in der Peter-Schwarzenberg-Halle: Der Instrumentalverein Richterich hatte ein großartiges Programm zusammengestellt.

Richterich. Mit einem grandiosen Frühlings- und Jubiläumskonzert in der voll besetzten Peter-Schwarzenberg-Halle startete der Instrumentalverein Richterich in das 120. Jahr seines Bestehens. Zweieinhalb Stunden lang lauschten die Zuhörer fasziniert dem meisterlichen Spiel der 50 Blasmusiker des Großen Orchesters unter dem Dirigat von Willi Beckers.

Willi Beckers war auch derjenige, der den Klangkörper seit 1994 an die Meisterklasse seines Spiels und an neuzeitliche Musikstücke herangeführt hat. Beckers leitet überdies seit zwei Jahren auch das beeindruckende Jugendorchester, dem es vorbehalten war, mit jugendlichem Temperament das Festkonzert mit einem Potpourri aus dem heiteren „Highschool Musical“ zu eröffnen.

In seinen Begrüßungsworten hatte der 1. Vorsitzende des Instrumentalvereins Richterich, Dr. Raymund Heiliger, in einer Rückblende einen informativen Abriss der Entstehungsgeschichte des Instrumentalvereins Richterich aufgezeigt. So hatte Josef Fischer 1897 die Fischer’sche Kapelle gegründet und übernahm 1924 auch das Dirigat. Mit nur wenigen Musikern gab es für die Kapelle 1948 einen Neubeginn, dem 1950 die Umbenennung in Instrumentalverein Richterich 1897 folgte. Es war Josef Frings, der dann 1955 das Dirigat übernahm und für 39 Jahre innehatte.

Mit der Komposition „Gruß aus Alt-Richterich“ aus seiner Feder setzte das Große Orchester das Konzert fort. Man dokumentierte die weiterhin enge Verbundenheit mit Frings, der Anfang dieses Jahres gestorben ist, durch das Schwenken von 50 Abbildungen des Ehrendirigenten.

Als ein „Klanggemälde“ avisiert, wurden „Deutschlandbilder“ wiederum musikalisch von „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ bis hin zu „Gaudeamus igitur“ musikalisch projiziert. Mit sich steigernder Intensität der Interpretation bis hin zu schalkhaften Klängen folgte ein Potpourri von Charlie Chaplin, der zwar keine Noten lesen konnte, aber dazu Orientierungsmelodien verfasst hatte.

Der russische Konzertmarsch „Abschied der Slawin“ schloss die erste Halbzeit des Konzerts ab. Ulla Schmidt wurde als erste Frau als Ehrenmitglied des Instrumentalvereins aufgenommen. Sie sei „mit Herz und Seele eine Richtericherin“, hieß es in der ausführlichen Laudatio von Raymund Heiliger. Die Vizepräsidentin des Bundestages dankte für die Ehre und lud die Musiker zu einem Berlin-Besuch ein.

Raymund Heiliger zeichnete auch den Dirigenten Willi Beckers mit einem schmiedeeisernen Notenschlüssel aus und erkannte an, dass dieses Konzert „ein wunderbares Erlebnis“ gewesen sei. Zum Abschluss erklang bei Standing Ovations der „Glück-auf- Marsch“, der vom Publikum, das ein da capo verlangte, auch mitgesungen wurde.

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