Ein Wüstling sorgt für Chaos

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:
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„Neä wat för ene schönne Fiffi!“: Beim Aachener Heimattheater geht es mal wieder drunter und drüber. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Nandes Blömmche ist „ene Büroquespel“ wie er im Buche steht. Ne „Lappsch van ene Jong“, den die weiblichen Kolleginnen für einen Wüstling halten. . . „Neä, wat för ene schönne Fiffi.“ „Fiffi!“ För ne reähte Öcher ist das mit Sicherheit „ene Honk“ (Hund). Nix davon: „Dat ben ich”, klärt Ralf Leesmeister alias Nandes Blömmche bei der Probe in der Schule am Römerhof auf.

Schon die ersten gestellten Szenenbilder lassen erahnen, was auf die Besucher beim Heimattheater einströmen wird. Unter der Regie von Judith Knisch entwickelt sich eine aktionsreiche Komödie, eine amüsante Story, die aus Archivbeständen stammt und nun gründlich entstaubt und kräftig aufpoliert wurde.

Spielleiterin Judith Knisch griff dabei gezielt auf ihren Co-Piloten, den zweiten Spielleiter Ralf Leesmeister zurück, der hat alles fein in Öcher Platt übersetzt. Es wimmelt von Öcher Flair und Aktionskomik. Sieben Personen, darunter zwei Männer, unternehmen einen Generalangriff auf die Lachmuskeln der Besucher.

„Vielleicht hätten wir gerne ein anderes Stück auserwählt, aber uns sind drei wichtige Akteure, darunter Jörg Dreyer, plötzlich ausgefallen“, bedauert Judith Knisch. Auf die Frage, ob ihr die Spielleitung noch viel Freude bereite, kommt eine spontane Antwort: „Es wird schon schwierig, Regie zu führen und mitzuspielen.“ Aber sie habe ja einen Ralf Leesmeister und ihren Vorgänger Bernd Dreyer (über 30 Jahre als Regisseur tätig) notfalls noch an ihrer Seite.

Dann erzählt Judith Knisch kurz die Handlung des turbulenten Stücks, das in einer Öcher Firma mit dem traditionsreichen Namen „Kompes & Co.“ spielt. Es seien keinesfalls die Produkte dieser Firma, die hier eine wesentliche Rolle spielen. Hauptakteur in dieser Firma, die in der Überzahl von Damen geleitet wird, ist halt Nandes Blömmche. Das aber ändert sich schlagartig, als der Verdacht aufkommt, dass dieser in Wirklichkeit ein vermeintlicher Wüstling ist.

Und da scheint das Chaos perfekt zu sein, denn je mehr Einzelheiten eines amourösen Vorfalls im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen ans Tageslicht gelangen, desto euphorischer bewundern die Kolleginnen ihren „Nandes Blömmche.“ Judith Knisch lacht und meint: „Ob der mittlerweile zum Superstar seiner Firma ernannte Nandes wirklich ein vermeintlicher Wüstling ist, wird sich hoffentlich am Ende dieser mit Witz inszenierten Komödie herausstellen.“

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