Aachen - Ein Weihnachtschor aus 15.000 Stimmen

Ein Weihnachtschor aus 15.000 Stimmen

Von: Carolin Cremer-Kruff
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Wenn am Heiligen Abend viele Aachener Familien im Wohnzimmer unter dem Weihnachtsbaum die Geburt Jesu Christi feiern, dann ist drei Tage früher bereits die größte Weihnachtsfeier der Kaiserstadt vorbei: das Weihnachtssingen im Tivoli.

Was im vergangenen Jahr bereits mit sagenhaften 5000 Besuchern Premiere feierte, soll in diesem Jahr noch größer werden – und naturgemäß noch lauter. „Die Resonanz ist sehr positiv, die Nachfrage dementsprechend hoch. Mit etwa 15.000 Besuchern rechnen wir schon“, verrät Pfarrer Siegmar Müller von der Freien Evangelischen Gemeinde, der gemeinsam mit Andrea Kett von der Katholischen Kirche in der Region Stadt-Aachen unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Aachen die Gesamtkoordination des Fests der Weihnachtsmelodien übernommen hat.

Unterstützung erhalten beide insbesondere von der Alemannia Fan-IG, aber auch vom Eurogress, über 100 ehrenamtlichen Helfern und zahlreichen Sponsoren. Alemannia Aachen ist bereits in kleinem Umfang an der Umsetzung beteiligt, möchte sich ab dem nächsten Jahr aber noch mehr für dieses vorweihnachtliche Projekt engagieren – da sind sich Alemannia-Präsident Heinz Maubach und der Geschäftsführer des Aachener Traditionsklubs, Alexander Mronz, einig.

Die Werbekampagne für das musikalische Großevent läuft bereits: Einige Studierende aus dem Fachbereich Gestaltung an der FH Aachen haben unter der Leitung von Prof. Christoph Scheller unter anderem die Plakate und Flyer entworfen, auf denen in typischer Aachen-Manier eine in einen roten Handschuh umhüllte Hand zu sehen ist, welche nicht nur eine brennende Kerze hält, sondern auch mit dem Klenkes grüßt. Ergänzt werden diese klassischen Werbemittel durch eine Video-Gewinnspielaktion auf der Facebookseite zum Weihnachtssingen sowie eine Promotionaktion am 5. und 6. Dezember auf dem Aachener Weihnachtsmarkt.

Die Organisatoren freuen sich auch in diesem Jahr wieder auf unterschiedliche Menschen, die am vierten Advent ins Stadion kommen, um friedlich das Jahr ausklingen zu lassen. Ein Gesangsprofi muss man zwar nicht sein, dennoch sollte man ein bisschen Ausdauer mitbringen. Nach einem Vorprogramm beginnt um 18 Uhr das 90-minütige Weihnachtssingen. Dann wird auch erstmalig das neue Mottolied „Sing, Aachen, singelingeling“ angestimmt. Wer in puncto Weihnachtslieder nicht mehr so textsicher ist, dem wird auf die Sprünge geholfen. Am Eingang erhält jeder Besucher ein Liederheft und eine Kerze gratis.

„Wir möchten, dass jeder – unabhängig vom Geldbeutel – das Weihnachtssingen besuchen kann. Daher ist auch der Eintritt frei“, erklärt Müller. Dennoch sind die Organisatoren auf Spenden angewiesen, die nicht nur im Vorfeld abgegeben werden können, sondern auch am Veranstaltungstag selbst – Spendenboxen werden dann an verschiedenen Stellen aufgestellt.

Auch in diesem Jahr wird der Öcher Riesenchor von den „Pius Celebration“, dem Jugendchor des Bischöflichen Pius-Gymnasiums, dem Gospelchor der International Christian Fellowship (ICF) Aachen, dem Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Aachen, dem Musikverein Rott und dem Aachener Sänger Jupp Ebert gesanglich und instrumental begleitet. Stadionsprecher Robert Moonen „dirigiert“ den Abend als Moderator. Als Gast wird er dann auch den Nikolaus begrüßen, der seine Runden durch das Stadion drehen wird.

Die fleißigen Sänger können sich zwischendurch auf den Rängen mit Glühwein, Kinderpunsch oder heißem Kakao aufwärmen, und auch die beliebte Alemannia-Bratwurst geht beim Weihnachtssingen knusprig über die Ladentheke. „Das Weihnachtssingen vermittelt ein gutes Bild nach außen: Die Atmosphäre ist friedlich und die Menschen möchten gemeinsam Spaß haben“, ist sich auch Manina Kettler vom Vorstand der Fan-IG sicher.

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