Aachen - Ein Tummelplatz für die Waghalsigen

Ein Tummelplatz für die Waghalsigen

Von: Marvin Brzustowski
Letzte Aktualisierung:
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Mut und Können sind gefragt: Die Steilwand gehört zu den Attraktionen der neuen Strecke am Dreiländereck.
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Freie Fahrt für Mountainbiker: Der Verein „Geländefahrrad Aachen“ weihte die neue Strecke am Dreiländereck ein.

Aachen. Eineinhalb Jahre Arbeit, 1600 Stunden ehrenamtliches Engagement, viel Motivation und Durchhaltevermögen haben sich am Ende ausgezahlt. Stolz präsentierten die Verantwortlichen am Samstag die neue Mountainbike-Strecke am Dreiländereck.

„Das Besondere beim Mountainbiken ist, die Natur hautnah erleben zu können, für den Kick sorgen dann die Rampen und Sprünge“, erklärte Mirijam Wittenbecher, Vorsitzende des Vereins „Geländefahrrad Aachen“, ihre Begeisterung für den Sport. Dass die Erweiterung des Bikeparks mit einigen sportlichen Herausforderungen daherkommt, durften Interessierte bereits vor der offiziellen Eröffnung im Rahmen einer geführten Streckenbegehung erfahren. Noch bevor die ersten Mountainbiker die Strecke erkunden durften, trieben Hindernisse, Rampen, enge Kurven und steile Hänge bereits dem ein oder anderen Fußgänger auf 450 Meter Streckenlänge und 45 Metern Höhendifferenz sprichwörtlich den Schweiß auf die Stirn.

„Die Freeride-Strecke zeichnet sich durch eine hohe Anzahl künstlicher Hindernisse aus und ist dabei auch nicht so naturbelassen wie unsere übrigen Tracks“, erläuterte Thomas Grooten, Bauleiter und selbst Mountainbiker, die Beschaffenheit der neuen Strecke. Eine Besonderheit ist der „Wallride“ – eine Steilwand welche mit hoher Geschwindigkeit und dem richtigen Winkel angefahren werden muss. Die Streckenführung verlangt den Bikern einiges ab, bietet allerdings immer auch einen Plan B, wenn ein Hindernis mal zu groß sein sollte. So kommen nicht nur die Könner, sondern auch Einsteiger auf ihre Kosten.

Vom Startturm aus geht es mit viel Geschwindigkeit auf eine der fünf alternativen Streckenführungen mit jeweils unterschiedlichsten Profilen und Schwierigkeitsgraden. Damit die Sportattraktion am Dreiländereck auch künftig für Action in freier Natur steht, sind die Strecken im Prinzip nur für Mitglieder freigegeben. Wer sich dennoch mit seinem Bike in die Tiefe stürzen möchte, der kann als Nichtmitglied ein Tagesticket für zwölf Euro erwerben.

Vom Frühjahr 2014 bis zum Sommer 2015 dauerte der Bau der neuen Freeride-Strecke. Gestemmt wurde das Projekt ausschließlich durch ehrenamtliche Tätigkeit: Viel Zeit investierten die in das Bauprojekt involvierten Mitglieder des Vereins „Geländefahrrad Aachen“. „Wir haben hier ein ganz positives Beispiel wie Menschen sich aktiv einbringen – eine ganz herausragende ehrenamtliche Leistung und sicherlich beispielhaft für die Region“, lobte Jonas Paul, Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt Aachen, das Ergebnis der eineinhalbjährigen Arbeit.

Durch fachübergreifende Kooperation mit dem Gemeindeforstamt, dem Sport- sowie dem Umweltschuss, ist es gelungen, das Angebot des Bikeparks noch attraktiver zu gestalten. Die Vereinsgründung mit etwa 20 Mitgliedern erfolgte 2011. Mittlerweile zählt der Verein rund 600 Mitglieder und avancierte zum größten Radsportverein in Nordrhein-Westfalen. Bunt gemischt präsentiert sich die Vereinsstruktur – der Altersdurchschnitt liegt bei 29. „Ich bin zum Beispiel 51!“, bemerkte Volker Ohn während der Streckenbesichtigung grinsend. Wenige Minuten später war er es, der sich mit seinem Bike als Erster auf die neue Strecke stürzte. Sein Fazit: „Sehr vielfältig und für jeden etwas dabei – was fehlt ist der Lift!“.

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