Ein Stück Jakobshof steht jetzt in der Pontstraße

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„Uwe Klein Qutoqi Bar“: Am Freitag noch sorgte Marco Eidmann vom Jakobshof-Team für den letzten Schliff, nun kann’s losgehen mit der Bar im hellen Beach-Ambiente. Foto: Harald Krömer

Aachen. Seit rund eineinhalb Jahren ist der Jakobshof aus der Stromgasse vertrieben, die Suche nach einer neuen Heimat ist schwer in Aachen, aber anscheinend nicht völlig hoffnungslos.

So machen die Betreiber der einstigen Szene-Location jetzt in der Pontstraße einen kleinen Neuanfang mit einer Akustik-Bar, die dem dort einstmals geführten griechischen Lokal zumindest im Namen seine Referenz erweist.

„Uwe Klein Qutoqi Bar“ ist der exotische Name, den die Betreiber Rick Opgenoorth und Wolfgang Schumacher dem Lokal im lockeren und hellen Beach-Ambiente gegeben haben. „Wir lehnen uns an die Koutouki-Tradition in den 30er-Jahren an, die dann über Griechenland hinaus die Welt erobert hat“, steckt Rick Opgenoorth den kulturellen Rahmen ab.

„Es war damals die Rembetiko-Musik, gespielt bei Live-Auftritten auf Bouzoukis und Geigen, die in den Szenekneipen für eine unnachahmliche Stimmung sorgte“, sagt Opgenoorth. Wer jedoch eigentlich dieser „Uwe Klein“ im Kneipennamen ist, das bleibe vorerst ein Geheimnis, das möglicherweise irgendwann gelüftet werde – oder aber auch nicht.

Dort in der Pontstraße 168 soll es – die Neueröffnung ist am Samstag ab 20.30 Uhr – vor allem locker zugehen, man soll sich zu Hause fühlen und Live-Musik genießen. Denn in der Qutoqi-Bar soll gute und vor allem nicht aufdringlich laute Musik gehört werden. Mit den geplanten akustischen Live-Acts und Sing- und Songwriter-Aktivitäten können die Programmmacher auf ihre lange Erfahrung in der Musikszene zurückgreifen.

Wichtig sei aber das Feeling für eine unbeschwerte Szenekultur, die sich dort am Ponttor wie früher im Jakobshof ausbreiten soll, wünschen sich die Betreiber, die ihre angestammte Crew mit am Start haben. Gastronomisch wird Wert auf gute Weine und auf eine kleine, aber feine Speisekarte gelegt.

Am Samstag eröffnet man die Bar ab 20.30 Uhr mit einem Special der neuen „Uwe Klein Qutoqi Band“, es spielen Musiker der „Mighty Sleepwalkers“, der „Monsters of Groove“, dabei beispielsweise Klaus Niessen, Bernd vom Dorp und Frank Lennartz. Die soulige Seele der Anwesenden soll von „DJ dermaik“, bedient werden, auch der „Rap-Stammtisch“ gibt ein kleines Gastspiel, der Eintritt ist frei. Die Bar soll, so die Betreiber, eine kulturelle Klammer zwischen dem Publikum am Ponttor und einer Aachener Szene werden, die ihre Heimat in Locations wie dem Jakobshof hat.

Die Qutoqui-Betreiber seien in Sachen neuem Jakobshof weiterhin, hieß es am Freitag, in Verhandlungen mit der Stadt, um absehbar wieder eine Spielstätte für größere Live-Konzerte, Kleinkunst oder auch für andere gesellschaftliche Ereignisse anbieten zu können. Sommer-Acts wie das Kimiko-Festival oder das Südstraßenfest machten viel Spaß, könnten aber auf Dauer nicht die entstandene Lücke füllen.

Mit den Verhandlungen über eine neue Spielstätte gehe es zwar langsam, aber es gehe voran, ist man bei den Jakobshof-Machern durchweg positiv gestimmt.

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