Aachen - Ein Stück gelebte Integration: Vereine präsentieren sich im Eurogress

Ein Stück gelebte Integration: Vereine präsentieren sich im Eurogress

Von: kaa
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Ein starkes Team steht hinter der Veranstaltung: Die Organisatoren freuen sich auf den Integrationstag am 22. September im Eurogress. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Rainer Beck, Veranstaltungsmanager im Eurogress, freut sich auf den 22. September. Das liegt weniger an der ebenfalls stattfindenden Bundestagswahl, sondern am Tag der Integration. Dieser verwandelt das „Wohnzimmer Aachens“ zwischen 11 und 18 Uhr dann wieder in einen bunten Ort der kulturellen Vielfalt.

Über 200 Organisationen – von A wie Aachener kommunales Integrationszentrum über B wie Bistum Aachen bis hin zu Y wie Yunus-Emre-Moschee – präsentieren sich auf zwei Etagen mit Infoständen, eigenen Musik- und Tanzprogrammen auf den vier Bühnen oder mit einem eigenen kulinarischen Angebot.

Saz-Spieler, Fächertänzer, und auch die chinesischen Drachentänzer, eine der Attraktionen aus dem vergangenen Jahr, werden die Besucher unterhalten. 5000 Besucher erwarten die Organisatoren. Im Außenbereich laden ein Zirkus und verschiedene Mitmach-Angebote, wie eine Hüpfburg oder Soccer-Court, große und kleine Besucher ein.

Vor sieben Jahren hoben Stadt und Bistum diesen Tag der Integration aus der Taufe. Bald wurden das Geschwister-Scholl- und das Pius-Gymnasium als Veranstaltungsorte zu klein. Seit drei Jahren findet er im Eurogress statt. Für Rainer Beck bietet der Tag die Chance, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Beck: „Die meisten Vorurteile basieren auf Unkenntnis. An diesem Tag hat man die Chance, viele Kulturen kennen zu lernen und einfach miteinander einen schönen Tag zu verbringen.“

Ein wichtiger Baustein des Tages war von Beginn an der interreligiöse Dialog. Traditionell eröffnen Vertreter aller in Aachen vorkommenden Religionen den Tag mit einer multireligiösen Friedensfeier. Mitorganisator Gerd Mertens, Referent im Büro der Aachener Regionaldekane im Bistum Aachen: „Gerade für uns als Kirche ist es wichtig zu zeigen, dass das keine Closed-Shop-Veranstaltung der christlichen Kirchen ist. Wichtig ist der Kontakt mit allen Menschen, die sich und ihre Kultur an diesem Tag auf Augenhöhe mit den Öchern präsentieren können.“

Ein Organisationsteam aus 30 ehrenamtlichen Helfern, mit und ohne Migrationshintergrund, zog mehrere Monate lang die Fäden, plante, diskutierte und strukturierte das Programm. Für Heidemarie Ernst, Integrationsbeauftragte der Stadt Aachen, ist das „ein Stück gelebte Integration, dass so unterschiedliche Menschen auf dieser Ebene zusammen arbeiten.“ Stolz sind die Veranstalter, dass sie neben Oberbürgermeister Marcel Philipp in diesem Jahr auch Maria Böhmer, Staatsministerin im Bundeskanzleramt und Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, gewinnen konnten. Darüber hinaus werden auch weitere Ehrengäste erwartet. So wird der marokkanische Generalkonsul Allal Loubni aus Düsseldorf ein Grußwort zu 50 Jahre marokkanischer Migration in Deutschland sprechen.

Im Aquarium lädt der afrikanische Künstler Gamy zum Action-Painting unter dem Motto „Wir leben und gehören zusammen in einer gemeinsamen Schöpfung“ ein. Verlosungen und Preisverleihungen wird es außerdem geben. Spannender Höhepunkt des Tages wird die Saalwette, die in diesem Jahr zum dritten Mal ausgerufen wird. 50 Familien, die seit drei Generationen in Aachen leben, sind aufgerufen, ab 17 Uhr auf die große Bühne im Europasaal zu kommen. Besonders gespannt über den Ausgang ist Gerd Mertens, der dagegen hält. Verliert er die Saalwette, kann sich eine Familie auf ein Abendessen freuen – von Mertens selbst zubereitet.

Das gesamte Programm unter www.tagderintegration-aachen.de

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