Ein strahlend schwarzer Stern über dem Weg zum Jahresende

Von: Alexander Barth
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Heute wird die Ausstellung des
Heute wird die Ausstellung des Aachener Künstlers Sascha Berretz im Raum für Kunst in der Elisen-Galerie eröffnet. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Ein schwarzer Stern strahlt an den verbleibenden Tagen des Jahres im Raum für Kunst in der Elisengalerie. Dabei zeichnet sich die raumgreifende Skulptur des Aachener Künstlers Sascha Berretz, zentrales Objekt seiner aktuellen Ausstellung, weniger durch Strahlkraft, sondern eher durch kühle Imposanz aus.

Ein Stern aus schwarz lackiertem Massivholz, der mehrere Quadratmeter Raum für sich beansprucht - und wuchtig über die Ausstellung mit den teils großformatigen Arbeiten wacht.

„Der Stern war so etwas wie der Ausgangspunkt, der Ursprung der Idee zur Ausstellung”, berichtet Sascha Berretz. Der 1973 in Aachen geborene Künstler ließ sich dabei von einer Filmszene inspirieren, in der eine Lichtprojektion weniger strahlend, dafür eher grafisch einen Stern bildete.

„Für mich eine Art Idealform von einem Stern” lächelt Berretz, der seit jeher grafische und architektonische Formen in seiner Arbeit verwendet - beeinflusst etwa von Mies van der Rohe und dem Bauhaus-Stil.

Berretz Arbeiten zeichnen sich neben der künstlerischen Feinarbeit auch durch ihren handwerklichen Aufwand aus. So etwa bei den „Auszeichnungen”, sechs Werken, bei denen er mit Kugelschreiber und Acryl auf Zeitungspapier unzählige Lagen an Sternformen geschichtet hat. „Es war ein ständiges Drehen, Reißen, Aufeinanderlegen”, so Berretz. Symptomatisch für seine künstlerischen Entstehungsprozesse, die teilweise Jahre in Anspruch nehmen. Bis zu 200 Schichten trägt der Künstler dabei auf Leinwand oder Brokat, einem schweren Seidengewebe, auf.

Stets hat Sascha Berretz dabei einen unerschöpflichen Fundus an modernen Kunst- und Architekturfantasien im Kopf. So finden sich immer wieder Reminiszenzen an die Arbeit eines Sigmar Polke, an die Pop-Art und an die architektonischen Werke von Mies van der Rohe.

Mit dessen einstigem Haus- und Hof-Fotograf Werner Blaser verbindet Berretz, der in Aachen und Salzburg lebt, eine enge Freundschaft. „Durch ihn, einen Wegbegleiter van der Rohes, erhalte ich immer wieder Zugang zu spannendem Bildmaterial, das ich als Ausgangspunkt für meine Arbeit verwenden kann”, berichtet Sascha Berretz.

Die Ausstellung von Sascha Berretz wird am Freitag um 19 Uhr im Raum für Kunst in der Elisengalerie eröffnet.
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