Aachen - Ein starkes Netz für junge Eltern geknüpft

Ein starkes Netz für junge Eltern geknüpft

Von: Julia Gröbbels
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Intensivieren das Angebot mit neuen Kräften: von links Helga Remmen, Martina Hartmann, Andrea Weyer (Geschäftsführerin Kinderschutzbund), Dorothee Roeb-Flemming (Leiterin Frühe Hilfen), Heidi Lehnen, Ruth Renz, Gisela Schächt und Denise Delonge. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Wenn zwei Menschen ein Baby bekommen, dann kommen viele neue Aufgaben und Belastungen auf sie zu. Schlaflose Nächte und das ständige Umsorgen des Säuglings kosten viel Kraft. Wenn die Eltern nicht mehr weiter wissen oder Entlastung brauchen, Kontakt zu anderen Eltern suchen, sich Sorgen um ihr Baby machen oder sich mit der neuen Situation überfordert fühlen, finden sie beim Netzwerk „Frühe Hilfen“ des Kinderschutzbundes professionelle Fachkräfte, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Anlaufstelle steht allen Eltern mit Säuglingen bis zum vollendeten ersten Lebensjahr offen. Alle Angebote sind kostenlos. Ziel ist es, Eltern in den ersten, oft schwierigen Lebensmonaten ihrer Kinder mit passenden Unterstützungsangeboten zur Seite zu stehen, damit der Start ins Familienleben gelingt und gute Grundlagen für die gesamte weitere Entwicklung des Kindes gelegt werden.

„Unser Team zeichnet sich besonders dadurch aus, dass wir professionell in unterschiedlichen Bereichen, aber systemübergreifend zusammenarbeiten“, so Dorothee Roeb-Flemming. Die Leiterin der Anlaufstelle „Frühe Hilfen“ ist Kinder- und Jugendpsychotherapeutin mit Zusatz-Qualifikation in Eltern-Säuglingstherapie. „Multiprofessionell“ bedeutet: Das Team besteht aus Hebammen, Familienhebammen, Sozialpädagoginnen und einer Kinderkrankenschwester.

Und das Schöne ist: Es hat sich erst kürzlich verdoppelt. „Dank der finanziellen Mittel über das Bundeskinderschutzgesetz haben wir unser Team innerhalb der letzten drei Monate mit drei weiteren Teilzeitkräften ausstatten können“, so Roeb-Flemming. Neu im Team sind Denise Delonge und Martina Hartmann (beide Sozialpädagoginnen) sowie Heidi Lehnen (Kinderkrankenschwester). „Durch die Erweiterung unseres Teams haben wir jetzt die Möglichkeit, die Eltern über einen längeren Zeitraum zu begleiten und sie noch intensiver zu betreuen“, sagt Roeb-Flemming.

Zudem umfasst das Netzwerk „Frühe Hilfen“ 34 Institutionen, an die die Eltern je nach Bedarf weitervermittelt werden können. „Bei uns fällt niemand aus dem Raster und von uns bekommt niemand zu hören, dass wir nicht zuständig sind“, so Roeb-Flemming weiter.

„Viele Eltern trauen sich nicht, sich bei uns zu melden, weil sie den Anspruch haben, alles allein bewältigen können zu müssen“. Anderenfalls fühlen sie sich nicht als „gute Eltern“. Aber laut Roeb-Flemming sei das genaue Gegenteil der Fall: „Je früher sich die Eltern bei uns melden, desto größer ist die Chance, dass es später keine unguten Entwicklungen gibt“, sagt sie. Mit dem erweiterten Team können junge Eltern nun noch leichter mit einer intensiven Unterstützung bei all ihren Fragen und Problemen rund um ihren Schützling rechnen.

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