Ein spätes Weihnachtsgeschenk für eine rundum gute Sache

Von: kt
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Ein dicker Batzen Geld für die Altersgenossen: Stefan Küpper war schwer beeindruckt von der Spende über 2300 Euro, die die Schülersprecher Cleo Kaiser und Leonard Leyens, die Lehrer Mathias Millerat und Cornelia Mayerhofer sowie Schulleiter Jochen Geradts (v.l.) seinem Haus jetzt zukommen ließen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Jedes Jahr spenden die Schüler des Rhein-Maas-Gymnasiums den Erlös ihres Weihnachtsbasars für einen guten Zweck. Dieses Mal geht die stattliche Summe von 2300 Euro an das Aachener Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Maria im Tann.

Verwendet wird das Geld nicht für ein festgelegtes Projekt, sondern für das Ziel, das sich der Jugendhilfeträger auf die Fahne geschrieben hat: die individuelle Förderung für jeden Einzelnen.

Beeindruckt sei er bei seinem Besuch des Weihnachtsbasars gewesen, so Stefan Küpper, Leiter der Einrichtung. Beeindruckt, dass so junge Leute so etwas auf die Beine stellten und beeindruckt von den unzähligen handgemachten Dingen, die von Kindern und Eltern für den guten Zweck gebastelt worden sind. Zustande gekommen ist so eine Spendensumme, die die der Vorjahre noch übertrifft.

„Die Idee, den Basar dieses Mal zugunsten von Maria im Tann zu veranstalten, kam von einem Schüler“, erzählte Schülersprecher Leonard Leyens. Einer der aktuell 36 Bewohner des Jugendhilfezentrums im Preuswald besucht selbst das Rhein-Maas-Gymnasium.

Als Jugendhilfeträger erhält das Kinder- und Jugendzentrum für die „Grundversorgung“, also Bildung, Unterhalt und Betreuung, Mittel vom Jugendamt. Alles, was über diese Grundversorgung hinausgeht, muss jedoch durch Spenden ermöglicht werden. Finanziert wird mit dem Spendenbetrag kein „Leuchtturmprojekt“, wie Küppers betonte, sondern die kontinuierliche Unterstützung des Einzelnen. Hier bekommt jeder Förderung an der Stelle, an der er sie braucht. Dabei wird viel auf Erlebnispädagogik gesetzt: „Kindererziehung besteht oft zu großen Teilen aus Korrektur – wir versuchen, ein bisschen entgegenzuarbeiten“, so Küppers.

Im Preuswald erleben die Kinder und Jugendlichen das zum Beispiel beim Sport, im Umgang mit Tieren oder auf großen, mehrtägigen Radtouren. Ziel ist dabei stets, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zu stärken. Dabei wird auf drei Schwerpunkte gesetzt: Abbau von schulischen und sozialen Defiziten, Förderung von Talenten und Hobbys und soziales Engagement – eigentlich genau wie am RMG, befand Leonard Leyens. Was den letztgenannten Bereich angeht, starten er und seine Mitschüler jedenfalls mit einem großen Pluspunkt ins neue Jahr.

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