Ein schwarzer Sonntag für Aachens Unfallbilanz

Von: Stephan Mohne und Oliver Schmetz
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Lebensgefährlich verletzt: Noch vor Ort kämpften die Notärzte um das Leben einer Fußgängerin, die am Sonntagmittag auf dem Adalbertsteinweg von gleich zwei Fahrzeugen angefahren worden war. Die Unfallstelle war mehrere Stunden gesperrt. Foto: Ralf Roeger
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Auf dem Dach im Straßengraben gelandet: Aus ungeklärter Ursache kam am Samstag eine Autofahrerin auf der Niederforstbacher Straße von der Fahrbahn ab. Die Frau erlitt nur leichte Verletzungen. Foto: Ralf Roeger
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Drei Schwerverletzte sind das Ergebnis eines Zusammenstoßes zweier Autos an der Auffahrt Aachen-Lichtenbusch zur Autobahn 44. Foto: Anke Capellmann

Aachen. Eine lebensgefährlich verletzte Fußgängerin, drei weitere Menschen, die bei einem heftigen Autounfall schwere Verletzungen erleiden und ein Fahrzeug, das spektakulär im Straßengraben auf dem Dach landet: Polizei und Feuerwehr haben am Wochenende jede Menge zu tun gehabt. Wobei sich speziell der Sonntag für die städtische Unfallbilanz als schwarzer Sonntag entpuppte.

Denn um 14.05 Uhr kam es an der Kreuzung Adalbertsteinweg, Elsassstraße, Sedanstraße, Bismarckstraße zu einem schrecklichen Verkehrsunfall, bei dem eine Fußgängerin so schwere Verletzungen erlitt, dass sie am Sonntagabend noch in akuter Lebensgefahr schwebte. Nach Angaben der Polizei überquerte die Fußgängerin den Adalbertsteinweg im Bereich der Kreuzung an einer Baustelle. Dabei habe sie – wie Zeugen ausgesagt hätten – das Rotlicht der dortigen Fußgängerampel ignoriert.

Die Frau wurde laut Polizei zunächst vom Auto eines 53-jährigen Mannes aus Stolberg touchiert und geriet dabei ins Stolpern. Der unmittelbar folgende 54-jährige Autofahrer aus Aachen konnte nicht mehr ausweichen und erfasste die Frau mit seinem Fahrzeug. Die Fußgängerin erlitt infolge des schweren Aufpralls lebensgefährliche Verletzungen.

Notarzt und Rettungssanitäter versorgten die Frau vor Ort. Danach wurde sie ins Aachener Uniklinikum gebracht. Auch am späten Sonntagabend kämpften die Ärzte noch um ihr Leben. Die Ermittlungen zu ihrer Identität liefen am Abend noch, so die Polizei.

Für die Dauer der Unfallaufnahme wurde der Adalbertsteinweg stadtauswärts bis 16.30 Uhr voll gesperrt.

Fataler Fehler beim Abbiegen

Kurz vor diesem Unfall hatte es bereits an der Monschauer Straße heftig „gescheppert“: Gegen 13.15 Uhr wollte laut Polizeibericht ein 75-jähriger Autofahrer aus Aachen von der Monschauer Straße nach links auf die Autobahn 44 auffahren. Doch dabei übersah er den entgegenkommenden Wagen einer 57-jährigen Frau aus Simmerath.

Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Beide Fahrer der Unfallfahrzeuge sowie der 61-jährige Beifahrer des Fahrzeuges aus Simmerath wurden durch die Wucht des Aufpralls schwer verletzt. Auch sie wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Zum Glück ausgesprochen glimpflich verlief dagegen am frühen Samstagabend ein „Alleinunfall“ auf der Niederforstbacher Straße – obgleich der Crash ziemlich spektakulär geriet. Aus noch ungeklärter Ursache hatte dort eine Autofahrerin die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren, kam von der Fahrbahn ab und landete schließlich auf dem Dach im Straßengraben.

Die Frau erlitt dabei nur leichte Verletzungen, alarmierte noch aus dem Fahrzeug heraus die Rettungskräfte und konnte sich selbst aus dem Wagen befreien, bevor Polizei und Feuerwehr an der Unfallstelle eintrafen.

Rettungshubschrauber im Einsatz

Wobei Letzteres nicht ganz einfach war: Weil die Fahrerin offenbar nicht genau wusste, wo sie sich befand, musste ein Rettungshubschrauber eingesetzt werden, um die Unfallstelle genau zu orten. Die Berufsfeuerwehr konnte das Fahrzeug mit einem Kran bergen. Die Niederforstbacher Straße war an der Einsatzstelle aufgrund der Arbeiten für etwa eine Stunde gesperrt.

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