Ein Schumann-Wochenende mit Martina Gedeck

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Aachen. Im Rahmen der „Magic Moments” steht das Alte Kurhaus am 27. und 28. Februar 2010 anlässlich des 200. Geburtstags von Robert Schumann im Zeichen dieses Komponisten.

Der Kulturbetrieb der Stadt Aachen zeigt zuerst am 27. Februar um 20 Uhr in der Klangbrücke des Alten Kurhauses den Film „Geliebte Clara” über das Leben des Musiker- und Komponistenpaares Robert und Clara Schumann. Die Schauspielerin Martina Gedeck verkörpert darin Clara Schumann (1819-1896).

Im Mittelpunkt stehen die Lebens- und Liebesbeziehungen der Schumanns und des Komponisten Johannes Brahms. Martina Gedeck tritt mit dieser Rolle in die Fußstapfen der Hollywoodlegende Katherine Hepburn, die bereits 1947 in „Song of Love” die Rolle der Clara verkörperte. Am 28. Februar um 20 Uhr rezitiert Martina Gedeck - begleitet am Flügel durch den Pianisten Sebastian Knauer - dann unter dem Motto „Eine verhängnisvolle Affäre - Robert Schumann und ein Mädchen wie aus dem Buch der Lieder” im Ballsaal des Alten Kurhauses. Dieses Projekt stellt den Auftakt der Reihe„Wort trifft Musik” im Jahr 2010 dar und ist gleichzeitig eine Aachener Uraufführung.

Der Zuschauer erlebt dabei in einer Collage aus Musik und Text Robert Schumanns letzte Lebensphase, in der er sich an seine unruhigen Jugendjahre zurück erinnert. Sie waren geprägt von leidenschaftlicher Begeisterung für Musik und Literatur, übermäßigem Alkoholkonsum und zahlreichen Liebschaften.

Im Fokus stehen Schumanns Hinwendung zur Musik nach Abbruch seines Jura-Studiums und seine Anfänge als Klavierkomponist. Den musikalischen Mittelpunkt bilden seine Klavierwerke. Vor seiner Ehe mit Clara Wieck war er über mehrere Jahre in Leipzig mit der Kellnerin eines Kaffeehauses liiert, die ebenso wie er selbst für die Gedichte des jungen Heinrich Heine schwärmte und mit ihm in gemeinsamen Liebesnächten oft in dem „Buch der Lieder” las.

Dargestellt wird die Geschichte der „verhängnisvollen Affäre” anhand von Zitaten aus Tagebüchern, Briefen, Krankenakten und sonstigen Zeitdokumenten, die zu einer Art Augenzeugenbericht der Schriftstellerin Gisela von Arnim, einer engen Bekannten des Geigers und Brahms-Freundes Joseph Joachim, zusammengestellt sind.

Als junge Frau hat sie Schumann im Frühjahr 1855 zusammen mit ihrer berühmten Mutter Bettina in Endenich besucht und miterlebt, wie sich der Komponist überraschend klar und ohne Anzeichen von Verwirrung an viele Stationen seines Lebens erinnerte. Weitere Informationen erhalten Sie beim Kulturbetrieb der Stadt Aachen, Kulturservice, Irit Tirtey (Tel:0049-241-432-4920-4924).

Der Kartenvorverkauf ist in allen bekannten Vorverkaufsstellen und online unter http://www.altes-kurhaus-aachen.de möglich.
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