Ein Schmuckstück vor der Schatzkammer

Von: Thorsten Karbach
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Die alte Poststelle solle eine feine neue Adresse werden: Das Generalvikariat wird ab Oktober zur Dominformation umgebaut. Dompropst Helmut Poqué (von links), Generalvikar Manfred von Holtum und Architekt Professor Ulrich Hahn stellen das Modell der neuen Anlaufstelle für Dombesucher vor. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Ein Schmuckstück setzt das Bistum vor die Domschatzkammer. Dort, wo früher die Poststelle des Generalvikariats adressiert war, wird ab Ende Oktober die „Dominformation” gebaut.

Hinter einer hochwertigen Beton-Glas-Fassade werden dann die Dombesucher empfangen, um sich für Führungen anzumelden, erste Informationen zu bekommen, mit ihrer Führung Filme und Präsentationen zu sehen und Tickets für die Domschatzkammer zu kaufen.

In der zweiten Jahreshälfte 2010 soll die Dominformation als neue Anlaufstelle der Dombesucher fertig sein. Rund eine Million Besucher werden laut Bistum im Jahr in Deutschlands erstem Weltkulturerbe (seit 1978) gezählt.

Die Kosten für den Umbau werden mittlerweile auf rund 1,2 Millionen Euro kalkuliert. Professor Ulrich Hahn ist der Mann, der mit den 1,2 Millionen Euro arbeiten darf. Er ist der Architekt der Dominformation, sein Büro Hahn Helten hat Pläne und Modell erschaffen. „Schmucklos”, findet er die Fassade des Generalvikariats derzeit noch, und sein Architektenherz schmerzt dies gewaltig an solch prominenter Stelle - Auge in Auge mit Dom und Schatzkammer.

Seine neue Fassade ist eine runde Sache, zumindest an der Ecke zur Rennbahn. Denn dort wird in eine hochwertige Betonecke die antike Säule integriert, die einst bei Ausgrabungen am Dom gefunden wurde und noch links vom Domportal steht. Außerdem wird ein Wasserspeier und ein kleines Schaufenster integriert - dieses wird den Blick auf ein Exponat aus der Domschatzkammer öffnen.

Die übrige Fassade zur Domschatzkammer hin wird gläsern mit einer automatischen Tür als Eingang. Das Glas dient zugleich als Projektionsfläche außerhalb der Öffnungszeiten. Der Dom soll rund um die Uhr ein Thema sein. Und sei es nur in bunten Bildern.

Weg fällt die alte kleine Treppe, dafür gibt es eine große, sich zu allen Seiten öffnende Treppe und ein kleines Dach über der Tür zur Dominformation. „Wir wollen das Haus öffnen und Leben hier hinbringen”, sagt Hahn.
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