Ein Schandfleck soll endlich verschwinden

Von: Stephan Mohne
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Verwaist: Das ehemalige Militärgelände zwischen Freunder Weg und Eisenbahnweg ist eine unansehnliche Brache. Investor Norbert Hermanns hat es jetzt gekauft. Foto: Manfred Kistermann/Michael Jaspers (3)

Aachen. Auf dem Gelände könnte man gut einen Kinofilm drehen, der in einer Welt während der Apokalypse spielt. Die Stahlbetonbauten scheinen kurz vor dem Einsturz zu stehen, vergitterte Fenster sind geborsten, die Pflanzenwelt dringt durch das Gestein und erobert das Areal zurück. Überall liegt Müll herum.

Die Feuerwehr war hier auch schon das eine oder andere Mal im Einsatz. Zusammengefasst: Dieses Grundstück ist in einem erbärmlichen Zustand. Doch in absehbarer Zukunft soll sich das ändern. Das 25.000 Quadratmeter große Gelände zwischen Eisenbahnweg und Freunder Weg ist vor wenigen Tagen verkauft worden. Käufer: der Aachener Investor Norbert Hermanns.

Hermanns bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung, dass er das Grundstück von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) in Köln erworben hat. Die Bima hatte das Areal bereits Mitte vergangenen Jahres zum Kauf ausgeschrieben. Damals hieß es, es gebe viele Interessenten. Dennoch hat es noch eine ganze Weile gedauert, bis nun der Vertrag unterzeichnet wurde. Hermanns hatte auf die Fläche schon vor Jahren ein Auge geworfen, wie er sagt. Das war, als er den Plan für die gegenüber liegenden Aachen-Arkaden entwickelte. Damals sei aber nichts aus dem Kauf geworden.

Wohnen und Gewerbe?

Was er konkret mit den 2,5 Hektar anstellen will? „Das weiß ich noch nicht“, sagt Norbert Hermanns. Vieles sei denkbar, aber alles noch offen. Wohnbebauung ist also ebenso möglich wie eine verträgliche Gewerbenutzung – oder beides zusammen. „Wir werden uns in Ruhe anschauen, was man dort machen kann und welchen Bedarf es überhaupt gibt“, erklärt der Investor.

Natürlich müsse man dazu auch wissen, was sich die Stadt dort vorstellen kann. Einen konkreten Bebauungsplan gibt es für das Grundstück nicht, wird es laut Stadtpressesprecher Hans Poth wohl auch nicht geben. Die Stadt würde sich laut Poth wünschen, dass dort zum Teil Wohnungen entstehen. Der östliche Teil des Areals könnte dann aber auch für Gewerbe genutzt werden.

Das Grundstück wurde bis 1995 von den belgischen Streitkräften genutzt, genauer gesagt von der Militärhandelsorganisation CMC, die an der Trierer Straße in Forst einen Einkaufsmarkt betrieb. Bis 2007 war dann noch der Zoll am Eisenbahnweg beheimatet. Zeitweise wurden Teile danach an Firmen vermietet, doch schon seit längerer Zeit ist das Areal nur noch eine unansehnliche Brache.

Dort befinden sich zwei 1956 gebaute Stahlbetonbauten, die als Kühl- und Lagerhaus genutzt wurden, und ein weiterer Bau aus dem Jahr 1962, dazu noch einige Nebengebäude und Garagen.

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