Aachen - Ein Paket an Neuerungen zur Jubiläumssaison der „Ladies in Black“

Ein Paket an Neuerungen zur Jubiläumssaison der „Ladies in Black“

Von: Hans-Peter Leisten
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Ladies-Bilderbogen: Die Mannschaft und das Management mit Geschäftsführer Bastian Heckert und Dieter Ostlender (links und rechts) spielen sich gekonnt die Bälle zu. Foto: Andreas Steindl
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Nicht nur bei Strahlefrau Lindsay Dowd spielen die kleinen Fans eine größere Rolle. Foto: Steindl
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Die „Schwazzjeäle Sövve“ haut auf die Pauke, ... Foto: Steindl
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... während die Spielerinnen (hier McKenzie Adams) vollen Einsatz zeigen. Foto: Steindl

Aachen. Es wird zum Aufschlag geladen. Wenn am Samstagabend um 18 Uhr die „Ladies in Black“ zum ersten Heimspiel der neuen Bundesliga-Saison aufschlagen, ist das schon etwas Besonderes. Niemand hätte beim Aufstieg vor zehn Jahren gedacht, dass die Aachener Volleyballerinnen zehn Jahre am Stück erstklassig spielen würden.

Inzwischen sind die Sportlerinnen – jetzt unter dem Dach des PTSV Aachen – bundesweite Sympathieträgerinnen für Aachen, den Volleyballsport und den PTSV geworden. Dass das so bleiben soll, ist das Ziel von Bastian Heckert und Dieter Ostlender. Heckert ist Geschäftsführer der „Ladies in Black“, Ostlender zuständig für Marketing und Sponsoring der Ladies.

Was die Fans erwartet, welche Herausforderungen mit der neuen Spielzeit verbunden sind und warum nicht nur am Samstag bereits um 18 Uhr gegen die Roten Raben Vilsbiburg aufgeschlagen wird, erzählt das Duo im Samstagsinterview mit unserem Redakteur Hans-Peter Leisten.

Ist das Feld für den Heimspielauftakt Samstagabend bereitet?

Heckert: Ich denke schon. Im zehnten Jahr Erstligazugehörigkeit kann man natürlich auch auf Bewährtes zurückgreifen.

Also keine Veränderungen?

Ostlender: Doch, einige unübersehbare sogar. Neu ist zum Beispiel, dass man sich mit dem Kauf einer Dauerkarte einen festen Sitzplatz reservieren kann. Rund 600 davon stehen zum Verkauf. Man muss also nicht mehr zwei Stunden vor Spielbeginn in der Halle sein, um einen Sitzplatz zu bekommen. Aber: Das geht eben nur über eine Dauerkarte. Heckert: Neu wird auch unsere LED-Bande sein, die spätestens zum Spieltag am 17. Januar auf drei Seiten des Spielfeldes aufgebaut wird. Damit haben wir beim Pokal im Maaseik in der vergangenen Saison positive Erfahrungen gemacht.

Die Sie wie einsetzen können?

Heckert: Die LED-Bande hat eine Gesamtfläche von ca. 60 Quadratmetern, die wir für unsere Sponsoren und Partner nutzen werden. Die moderne LED-Technik bietet uns eine hochwertige Möglichkeit, Sponsoren und aktuelle Informationen zu präsentieren. Wir können zusätzlich, losgelöst vom Volleyball, von dieser technischen Neuerung profitieren, indem wir die Bande als LED-Module vermieten. Ich denke da zum Beispiel an Public Viewing nächstes Jahr bei der Fußball-WM, an Kultur- und Sportveranstaltungen in Aachen. Die Bande stellt die nächste Entwicklung dar.

Wie kann der Fan sich denn ausstaffieren?

Heckert: Wir haben zum Beispiel einen neuen Fan-Schal, in dem sich das Grün des PTSV wiederfindet. Schwarz-Gelb ist vorbei.

Wieso erst jetzt?

Heckert: Wir wollten nach dem Übergang der Volleyball-Abteilung von Alemannia Aachen auf den PTSV die Alemannia-Fanbasis nicht verlieren.

Jetzt haben sich Volleyball und PTSV aber offensichtlich verselbstständigt.

Ostlender: So ganz noch immer nicht. Wenn ich Termine mache, höre ich immer noch vereinzelt: Ach, da ist ja der Ostlender von der Alemannia.

Was bietet das Merchandising sonst?

Ostlender: Die Spielerinnen haben neue Trikots, die man auch als Fan-Trikots kaufen kann. Zudem gibt es Bälle, Tassen, Schlüsselanhänger, Kapuzenpullis, Fanshirts. Die Artikel bekommt man am Eulersweg beim PTSV, an Heimspieltagen in der Halle und im Online-Shop.

Sind die Ladies inzwischen zu einer Marke in der Sportlandschaft geworden?

Ostlender: Wir denken schon. Genau da wollten wir hin. Das liegt sicher zum einen an den Erfolgen der vergangenen Jahre mit Bronzemedaille und Pokalfinal-Teilnahme. Das liegt aber auch daran, dass wir skandalfrei geblieben sind. Auch die Insolvenz ist doch sauber gelöst worden. Der hohe Sympathiewert der Spielerinnen ist sicher ein Pfund, mit dem wir wuchern können. Der hat sich im vergangenen Jahr noch einmal deutlich erhöht.

Wodurch?

Heckert: Nicht zuletzt durch die niederländischen Spielerinnen und das Trainerteam. Die Sprachbarriere ist so deutlich niedriger als vorher. Und dann gibt es ja noch unseren „Californian Sunshine“... (Anmerkung der Redaktion: Lindsay Dowd, die immer strahlt). Die Fluktuation im Kader ist im Übergang zur neuen Saison wirklich sehr gering. Ostlender: Acht Spielerinnen sind geblieben, zudem ist Britt Bon- gaerts zurückgekommen. Und die neuen Spielerinnen haben sich bereits prima integriert.

Und wieso sind so viele Spielerinnen im Vergleich zum sonstigen Geschehen in der höchsten Klasse geblieben?

Ostlender: Ich denke, das sind viele weiche Standortfaktoren beim PTSV und den "Ladies in Black", die dazu beitragen. Hier wird Sport auch als Familie gelebt. Wir bieten viele außersportliche Dinge an und haben eine sehr gute Gemeinschaft. Heckert: Wir hoffen natürlich, dass wir nicht wie letztes Jahr mit fünf Heimniederlagen starten. Damals hat uns ein fester Stamm an Zuschauern dennoch die Treue gehalten – und die Halle war stets gut gefüllt. Wir gehen aber davon aus, dass noch Luft nach oben ist. Zumal wir die Anfangszeit von 19 auf 18 Uhr vorgezogen haben.

Also noch eine Neuerung.

Heckert: Wir wollten damit die Spielzeit familienfreundlicher gestalten. Das gilt erstmal für ein Jahr; und dann werten wir aus, denn viele Sportfans haben gegen 18 Uhr gerade erst die Fußballbundesliga-Übertragung beendet. Und so ist auch der Rest des Abends noch weitgehend für Verabredungen frei.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Ostlender: Wir haben in der vergangenen Saison eine Zuschauerbefragung vorgenommen. Da ist nicht nur oft der Wunsch nach festen Sitzplätzen, sondern auch der Wunsch nach der früheren Zeit geäußert worden. Familienfreundlichkeit ist uns sehr wichtig. Daher haben wir auch erstmals einen Kidsclub ins Leben gerufen.

Und noch eine Neuerung.

Ostlender: Hier können Kinder für einen Saisonbeitrag von 20 Euro Mitglieder werden und das Training mit Autogrammstunde besuchen, ein Mannschaftsfoto mit den Ladies machen, Führungen mitmachen, als Einlaufkinder fungieren und vieles mehr. Sie bekommen zudem ein kleines Willkommenspaket. Heckert: Neben den Familien wollen wir jetzt auch verstärkt auf Studenten zugehen und sie für uns interessieren. Deshalb waren wir auch beim Ersti-Tag an der RWTH an einem Stand der Stawag vor Ort. Für das Spiel gegen Stuttgart am 17. Januar will die Stadt Tickets für die Erstsemester kaufen. Auch der Oberbürgermeister und der Rektor der RWTH wollen dann in die Halle kommen.

Auf Ihre Sponsoren können Sie sich verlassen?

Heckert: Die sind in der Tat sehr treu. Auf den Hauptsponsor Stawag und die Co-Sponsoren NetAachen und e-Go können wir uns genauso verlassen wie auf die vielen weiteren Sponsoren.

Und wie steht es um das ehrenamtliche Engagement?

Heckert: Das Team Volley unterstützt uns weiterhin tatkräftig, besonders in der Umsetzung der Spieltage durch Aufbau und Abbau in der Halle. Aber es ist normal, dass wir immer wieder Leute aus dem Team Volley verlieren. Sei es aus Altersgründen, durch Krankheit oder berufliche Veränderungen. Wir freuen uns über alle, die mitmachen wollen, zum Beispiel am Fan-Shop in der Halle. Melden kann man sich gerne in der Geschäftsstelle am Eulersweg oder unter kontakt@team-volley.de.

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