Aachen - Ein neuer Zuschnitt soll mehr Fläche im Nordwesten schaffen

Ein neuer Zuschnitt soll mehr Fläche im Nordwesten schaffen

Von: Rolf Hohl
Letzte Aktualisierung:
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Neue Strukturen für den Bereich zwischen Süsterfeldstraße und Roermonder Straße: Grüne und Linke wollen den städtebaulichen Wildwuchs mit neuen Konzepten ordnen. Foto: Harald Krömer
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Vorstoß für einen neuen „Rahmenplan Nordwest“: Michael Rau (Grüne, rechts) und Marc Beus stellten die ersten Ideen vor. Foto: Harald Krömer

Aachen. Unsere Stadt soll schöner werden – sagen sich die Fraktionen der Grünen und Linken im Rat der Stadt Aachen. Zumindest der nordwestliche Stadteingang über die Roermonder Straße. Der Bereich zwischen dieser und der Süsterfeldstraße tue sich derzeit aber eher durch flache und zersiedelte Bebauung hervor und sei daher auch optisch nicht gerade eine Augenweide, meinen die Oppositionspolitiker.

Mit einem Ratsantrag zu einer „Rahmenplanung Nord-West“ machen die beiden Fraktionen nun einen Vorstoß, die Stadtentwicklung in diesem Teil langfristig neu zu gestalten.

„Es geht uns keinesfalls darum, etwa Kleinbetriebe oder Lindt zu verdrängen, sondern um einen neuen Zuschnitt und mehr Verdichtung“, so Michael Rau, planungspolitischer Sprecher der Grünen. Im Gegenteil: Ziel sei es, für die ansässigen Betriebe zusätzliche Flächen und damit Planungsmöglichkeiten zu schaffen.

Von der geplanten Expansion des Lindt-Werks auf den Bendplatz halte er aufgrund der angrenzenden Wohnsiedlungen hingegen nichts. Diese kämen sich zu nahe und damit einhergehend ebenso die Lärm- und Geruchsemissionen, „auch wenn es lecker riecht“, wie Rau sagt.

Kreisverkehr wäre denkbar

Verkehrstechnisch soll sich nach den Vorstellungen der beiden Fraktionen auch einiges ändern. So sei langfristig etwa ein Kreisverkehr am Stadteingang denkbar, der die Roermonder Straße mit den Zufahrten nach Laurensberg und zum Campus West verbinde. „Man kann sich auch aus optischer Sicht die Frage stellen, ob das heute ein adäquater Stadteingang für Besucher aus den Niederlanden ist“, sagt Marc Beus, planungspolitischer Sprecher der Linken. Zudem sei die vierspurige Roermonder Straße ohne Fahrradwege nicht mehr zeitgemäß.

Mit dem Antrag wollen Grüne und Linke aus dem Rat heraus einen Impuls geben, damit sich die Verwaltung mit einer Rahmenplanung zur städtebaulichen Verdichtung befasst. Es soll, so betonen die beiden Sprecher, aber nicht alles umgekrempelt werden, langfristig sollen Akzente zur Nachverdichtung gesetzt werden, wozu auch eine Durchgrünung des Gebiets gehöre. Noch vor den Sommerferien soll laut dem Antrag der Auftrag an die Verwaltung gehen, eine solche Rahmenplanung zu entwickeln. Ende 2017 würde diese dann im Rat der Stadt Aachen diskutiert werden.

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