Ein neuer Teller ergänzt das Aachener Ratssilber

Von: acp
Letzte Aktualisierung:
14159442.jpg
Freude über den neuen Silberteller: Prof. Roland Fuchs überreichte die Handarbeit nun an OB Marcel Philipp. Foto: Stadt Aachen/Daniela Gerstacker

Aachen. Das Augenfunkeln des Oberbürgermeisters glich dem silbernen Teller, den er in den Händen hielt. Professor Dr. Roland Fuchs, Lokalhistoriker und Mediziner an der Uniklinik Aachen, heißt der edle Stifter, der den städtischen Silberbestand nun aufstockt hat.

OB Marcel Philipp freute sich entsprechend sichtlich über das neue Ratssilber. Bei der Übergabe in seinem Amtszimmer erklärte Philipp, wie wichtig es für die Stadt sei, solche Stücke durch Bürger-Engagement zu bekommen. Das Ratssilber der Stadt Aachen umfasste ursprünglich einmal 581 Einzelstücke, die vor allem repräsentativen Zwecken dienten.

Im Zweiten Weltkrieg kam es jedoch zum Totalverlust – bis auf den Kronprinzenpokal und das Tintenfass des Teufels. Inzwischen ist man mit Hilfe von großzügigen Spenden wieder in einer Größenordnung angelangt, die man bei festlichen Anlässen verwenden kann. So wie das Tintenfass des Teufels für bedeutende Unterschriften gebraucht wird, werden die silbernen Teller beim Dinner am Vorabend des Karlspreises und beim jährlichen Krönungsmahl eingesetzt.

Philipp freut sich über diese Traditionstreue: „Dieses Silber dient dazu, dass die internationalen Gäste einen besonderen Eindruck mitnehmen. Es hat Wiedererkennungswert und trägt zur Identifikation mit der Stadt Aachen bei.“

Die guten Stücke werden alle in Handarbeit aus 935er Sterlingsilber gefertigt und tragen das Aachener Stadtwappen. Als Grundformen dienen Kreis und Oktogon, wie für Aachen typisch.

Dazu werden die Namen der edlen Spender auf der Unterseite eingraviert, was oft dazu führt, dass Festgäste verstohlen den Teller herumdrehen, um sich davon zu überzeugen, dass es sich um den „eigenen” handelt. Verwendung findet auch der gespendete Teller von Roland Fuchs sicherlich noch in diesem Jahr: „Beim Krönungsmahl im Oktober wird sich meine Ehefrau sehr darüber freuen, den von uns gespendeten Teller an ihrem Platz vorzufinden. Ich freue mich, die Stadt hiermit unterstützen zu können.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert