Aachen - Ein neuer Einstieg in die Rosenquelle

Ein neuer Einstieg in die Rosenquelle

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So soll das neue Eingangsbauwerk zur Rosenquelle aussehen: Norbert Herrmanns (l.), Marcel Philipp und Christian W. Rothers präsentieren die Pläne.

Aachen. „Die Aachener Quellen müssen mehr in das Bewusstsein der Leute gerückt werden“, findet Oberbürgermeister Marcel Philipp, denn schließlich „identifizieren sich die Bürger mit ihnen“. Deshalb soll nun die alte Rosenquelle zwischen den Aachener Kurparkterrassen und der Dammstraße in Burtscheid zu einem Ort werden, an dem das Aachener Wasser erlebbar gemacht wird.

Momentan ist der Zugang zur Quelle unter einer Metallplatte versteckt, die in den Boden eingelassen ist. „Über eine Treppe gelangt man in einen unterirdischen Technikraum“, erklärt Eckard Larosch, Leiter der Bauverwaltung der Stadt. Jetzt soll die unter der Erde liegende Quelle einen Überbau bekommen, der für jeden zu sehen sein wird. Aus Natursteinen soll eine Wand gemauert werden, aus der die Rosenquelle sprudeln soll. Angrenzen soll eine Steinbank, die mit dem Quellwasser beheizt wird. „Der Wasseraustritt ist aus Metall. So können sich die Mineralien des Thermalwassers dort ablagern und es entsteht ein Bild durch das Wasser“, erklärt Norbert Hermanns vom Vorstand der Firma AMW. 70.000 Euro hat er der Stadt gespendet, um die Quelle sanieren zu können. „Ich bin Ur-Burtscheider“, berichtet er. „Meine Familie hat bereits im 16. Jahrhundert dort gelebt, deshalb habe ich beim Projekt so schnell zugesagt.“ Frage man Touristen und auch Aachener, was ihnen in der Stadt fehle, so sei die Antwort stets: Wasser. Die Quellen erlebbar machen, das sei etwas, was Stadt und Bürger gemeinsam umsetzen müssten, so Hermanns.

Ende April soll der Spatenstich für das Projekt erfolgen, Ende der Bauzeit ist für Ende Juli vorgesehen. Die Rosenquelle ist mit 70 Grad Celsius die heißeste der Aachener Thermalquellen. Deshalb muss sie auch gekühlt werden, bevor sie die Erde verlässt. Das passiert in den Rohrschleifen, die im Technikraum liegen. „Eine Überarbeitung der Rohre stand ohnehin an“, erklärt Eckard Larosch. „Die Mineralien im Wasser greifen die Rohre an, deshalb müssen sie immer wieder saniert werden.“

Hinzu komme, dass das austretende Wasser speziellen hygienischen Standards genügen müsse. Die Aachener Quellen fallen wegen ihrer Zusammensetzung unter das Arzneimittelgesetz (unsere Zeitung berichtete). Auch der Brunnen auf dem Burtscheider Marktplatz soll im Zuge der Sanierung wieder in Betrieb genommen werden - er wird aus der Rosenquelle gespeist.

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