Ein Meilenstein zur finanziellen Rettung von Alemannia Aachen?

Von: pa
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Alemannia Aachen - Neuer Tivoli
Der Durchbruch war auch nach vier Stunden noch nicht geschafft. Immerhin sei man aber in der richtigen Richtung unterwegs. „Wir sind noch nicht am Ziel, vielleicht auf halbem Weg”, berichtete Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp am späten Donnerstagabend. Foto: dpa

Aachen. Der Durchbruch war auch nach vier Stunden noch nicht geschafft. Immerhin sei man aber in der richtigen Richtung unterwegs. „Wir sind noch nicht am Ziel, vielleicht auf halbem Weg”, berichtete Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp am späten Donnerstagabend.

Am Tivoli hatte er ein Gespräch mit Alemannias Gläubigern moderiert. Einziger Tagesordnungspunkt: Wie rettet man Alemannia vor der Insolvenz?

Der Verein hat zwar satte Zuwächse auf der Ertragsseite, erdrosselt sich aber langsam aber sicher mit den Belastungen für Zins und Tilgung des neuen Stadions. Die Beteiligten wollen ein Paket schnüren, das Alemannias jährliche Belastung auf unter zwei Millionen Euro (in der Zweiten Liga) drückt.

Es zeichnet sich ab, dass etwa die Hälfte des Geldes aus der privaten Wirtschaft vom Hauptsponsor und Kreditgeber AachenMünchener kommt. Der Anteil der Stadt dürfte sich dann in gleicher Höhe bewegen. Noch sind nicht alle Fragen geklärt.

Die Mitglieder der Tafelrunde verließen den Tivoli mit etlichen Hausaufgaben. Wer verzichtet noch, was kann das Land noch machen? Ein Wirtschaftsprüfer wird die beratschlagten Modelle nun durchrechnen.

Fest scheint zu stehen, dass die zweite, noch nicht gezogene Tranche der Bürgschaft, die der Verein sich vor fast zwei Jahren bei der Stadt besorgte, nicht mehr gezogen werden soll. Damit war die Fananleihe, die 2013 fällig wird, abgesichert.

Und auch die erste, ausgezahlte Tranche soll wieder eingezogen werden. Bei der angestrebten großen „Lösung” wird auch gleich eine Regelung für die Anleihe (Volumen 4,1 Millionen Euro) gesucht.

Philipp bestätigte am Donnerstagabend, dass er bei der Ratssitzung am 25. Januar noch keinen Beschlussvorschlag, sondern nur den Grundriss des Rettungspakets vorlegen wird.

Und doch war dieser 12. Januar 2012 vielleicht ein Meilenstein für den schwankenden Verein. „Wir sind in nicht ganz schlechter Laune auseinandergegangen”, berichtete ein Teilnehmer, nachdem die Gläubiger erstmals gemeinsam an einem Tisch gesessen hatten.
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