Ein Kaisergedenken im Zeichen der Begegnung

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Königsball mit Ehrungen: Im Alten Kurhaus wurden Würdenträger und Geehrte ausgezeichnet. Foto: Martin Ratajczak
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Imposante Aufstellung: Die Karlsschützen postierten sich vor der Rathaustreppe. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Zu Ehren Karls des Großen wird anlässlich seines Todestages am 28. Januar 814 jährlich in Aachen das Karlsfest gefeiert. Die Karlsschützengilde begeht diesen Tag als ihr Königs- und Patronatsfest mit zwei Festveranstaltungen.

Die eine, jeweils freitags als einen Fest- und Ballabend der aktuellen Schützenmajestäten im Ballsaal des Alten Kurhauses, die andere am darauf folgenden Sonntag nach Jahrhunderte lang verbrieftem Recht als General- und Festversammlung im Krönungssaal des Rathauses.

Bei beiden Veranstaltungen werden langjährige, wie auch erfolgreiche Schützen aus ihren Reihen geehrt, während Vertreter befreundeter Schützengesellschaften zur Gratulationscour an den neuen Majestäten vorbeidefilieren. Zugleich gestaltet sich das Fest stets zu einem Ballabend, den diesmal das Blue-Ritz-Quartett mit klangvollem Sound begleitete und die Paare als Erstes mit dem Königswalzer „Moon-River“ auf die Tanzfläche lockte.

In jugendlicher Perfektion wirbelte zu vorgerückter Stunde atemberaubend die Tanzgruppe „Dance Evolution“ mit Trainerin Cathrin Klöters über die Tanzfläche und wurde von Taktklatschen begleitet. Mit schmissigen Öcher Fastelovvendleddcher aus eigener Feder besangen „De Pöngcher“ die Schönheiten unserer Stadt.

Zu den Ehrengästen des Abends gehörte nicht zum ersten Mal Idris Malik, Vorstandsmitglied des Islamischen Zentrums e.V. „Ich werde seit mehreren Jahren eingeladen und bin immer gerne dabei, weil uns die Stadt verbindet“, so Malik. Auch in den orientalischen Ländern gebe es Sportvereine, wie zum Beispiel für Bogenschießen, eine mehr als Jahrtausende alte Tradition.

Begonnen hatte der Karlsfest-Sonntag mit einem festlichen Pontifikalamt im Dom, bei dem Bischof Dr. Helmut Dieser Hauptzelebrant war. „Ich freue mich, dass ich zum ersten Mal dieses Fest erleben darf und Bischof der Europa-Stadt Aachen zu sein“, bekannte er. Mehr als 1100 Gläubige nahmen teil, so auch in der Chorhalle die Ritter vom Hl. Grab und die Trachtenträger der Karlsschützengilde.

Der Domchor, Domorganist Prof. Michael Hoppe, Vokalsolisten und das Sinfonieorchester Aachen gestalteten unter der Leitung von Domkantor Marco Fühner das Pontifikalamt musikalisch anspruchsvoll mit der Nicolai-Messe von Josef Haydn und Veritas mea von Franz Nekes. Stand beim Karlsfest bisher die Karlsbüste aus der Domschatzkammer neben dem Altar, so war es diesmal aus konservatorischen Gründen nicht möglich, so dass neben dem Altar diesmal das Armreliquiar Karls des Großen aus der Domschatzkammer stand.

Als „ein Fest der Begegnung“ bezeichnete OB Marcel Philipp bei der anschließenden General- und Festversammlung der Karlsschützengilde im Krönungssaal die Anwesenden. Darunter auch die Teilnehmer aus den beiden Delegationen der Städtepartnerschaften mit Reims und Naumburg. Die Musikvereinigung Roetgen betörte mit Unterhaltungsmusik.

Es blieb Karlsschützen-Präsident Robert van Eisern vorbehalten, die Ehrung der Jubilare vorzunehmen: Helmut Keuchen und Franz-Josef Beckers für (40 Jahre). Für besondere Verdienste wurden Pistolenreferent Robert Esch, der „immer da ist, wenn man ihn braucht“ mit der goldenen Ehrennadel und Franz-Josef Beckers mit der silbernen Ehrennadel des Rheinischen Schützenbundes überrascht.

Weitere Ehrungen standen zwei Tage später bei der General- und Festversammlung an. So erhielten für langjährige Mitgliedschaft: Heinz Jansen (40 Jahre), Michael Reuters und Karl Kietzmann (25 Jahre) sowie neun Karlsschützen (10 Jahre) Ehrennadeln.

Voller Stolz gab Präsident von Eisern bekannt, dass die Karlsschützengilde bei den Deutschen Meisterschaften in die Bundesliga aufgestiegen ist. Sodann nahm er die Ehrung erfolgreicher Sportschützen bei den Deutschen Meisterschaften vor: Deutscher Meister wurde Manfred Feikes, Zweite wurde Brigitte Benden und ebenso Zweiter die Altherrenmannschaft im Wurfscheibenschießen.

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