Aachen - Ein Hurrican mit 800 Kilo Lebendgewicht prüft das Pflaster

Ein Hurrican mit 800 Kilo Lebendgewicht prüft das Pflaster

Von: Amien Idries
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Ein Lächeln für die Kameras: Johannes Faßbender (links) „parkt” sein Shetlandpony-Gespann stolz vor dem Rathaus. Foto: Andreas Steindl

Aachen. 800 Kilogramm Lebendgewicht hinterlassen Eindruck. Spätestens als der Kaltblüter Hurrican aus Westfalen mit seinem linken Vorderhuf im Takt auf das Pflaster des Marktplatz schlug, entdeckte man in den Gesichtern des Publikums eine Mischung aus Respekt und Bewunderung.

Den Takt schlug der Hengst zum Lied seines Reiters August Schulte-Quaterkamp, der zur Vorstellung des diesjährigen Partnerlandes des CHIO einen Vortrag mit schnoddrig westfälischem Humor präsentierte.

Westfalen? Partnerland? Genau, die CHIO-Verantwortlichen sind bei der diesjährigen Suche nach einem Partnerland in der Nähe fündig geworden. „Nordrhein-Westfalen ist unsere Heimat und hat eine außerordentliche Vielfalt zu bieten”, ermunterte Stadionsprecher Volker Raulf das Publikum, das Naheliegende zu erkunden.

Auch ALRV-Präsident Klaus Pavel freute sich über das nahegelegene Partnerland und reichte das Wort an Oberbürgermeister Marcel Philipp weiter, der den Blick sofort auf das Wesentliche richtete: „Ich freue mich natürlich über die Gäste des CHIO, zu denen auch viele Prominente gehören, aber das Wichtigste sind die Pferde.” Und diese präsentierten sich dann auch auf dem schwierigen Geläuf vor dem Rathaus.

Schwer, stark und leistungsbereit

Der Fokus lag dabei auf Kaltblütern, die nicht nur in NRW wieder einen hohen Stellenwert haben. Raulf: „Kaltblüter sind lebendes Kulturgut. Den Züchtern ist es zu verdanken, dass sie nach der Technisierung der Landwirtschaft nicht ausgestorben sind.” Zu den Institutionen der Zucht gehört das Landgestüt Warendorf, das mit einer Delegation angereist ist und auch am kommenden Freitag, dem Kaltblut-Tag, auf dem CHIO vertreten sein wird.

Eine besondere Vater-Sohn-Geschichte zeigt ein anderer Züchter aus NRW. Hubert Faßbender aus Kerpen präsentierte ein mächtiges Kaltblüter-Gespann. „Schwer, stark, leistungsbereit und lammfromm. Das sind die Kennzeichen der Kaltblüter”, kommentierte Raulf den Auftritt des Papas, dem der des Sohnes folgte.

Johannes Faßbender durfte den großen Aufgalopp mit einem Shetlandpony-Gespann üben. Sicher lotste der Statthalter das Nachwuchs-Gespann durch die Ehrenrunde. Dabei schienen die „Shettys” den Auftritt besonders zu genießen. Bereitwillig blieben sie vor dem Amtssitz Marcel Philipps stehen und „lachten” in die Kameras.

Auch Reiter aus Aachen, das schließlich ebenfalls zu NRW gehört, präsentierten sich den versammelten Pferdefans. Die Aachener Stadtreiter erhielten ebenso großen Beifall wie die berittene Prinzengarde. Und zu guter Letzt kam auch noch ganz karnevalistisch der Zoch. Oder besser gesagt die Aachen-Burtscheider Pferdeeisenbahn, die - wie könnte es anders sein - von Kaltblütern gezogen wurde.
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