Aachen - Ein heftiger Kampf der Geschlechter mit Happyend

Ein heftiger Kampf der Geschlechter mit Happyend

Von: Christoph Classen
Letzte Aktualisierung:
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Im Jakobsviertel hängt der Haussegen schief: Die Alt-Aachener Bühne ließ es bei der Premiere von „Angs vör en Herrjottskonkel!” prächtig krachen. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Wer früher Tickets für die Alt-Aachener Bühne kaufen wollte, der hatte bei miesem Wetter schlechte Karten. Stundenlanges Anstehen in Kälte, Wind und Regen sind aber Vergangenheit, weil es die Billetts jetzt ganz bequem beim Ticketservice des Zeitungsverlages Aachen gibt.

„Ein bisschen Kult” hätten sie vielleicht dadurch eingebüßt, schreiben die Verantwortlichen in ihrem Programmheft zum neuesten Stück.

Ein Verlust allerdings, der sich allein auf den Vorverkauf beschränkt. Denn auf der Bühne, da präsentiert sich die Mundart-Spielschar so kultig wie eh und je. Das machte die Premiere von„Angs vör en Herrjottskonkel!” eindrucksvoll sicht- und hörbar.

Eigentlich läuft ja alles seinen gewohnten Gang im Jakobsviertel. Finchen Knouf (Helene Reißer) und Schwiegertochter Rosi (Birgit Drews) bügeln Tischdecken und die ihnen angetrauten Ehemänner gleichermaßen ab. Namentlich sind das dr aue Schnidermeäster Beätes Knouf (großartig: Hubert Feiker) und sein Sohn Willi (Ralf Büter), der den Betrieb übernommen hat.

In letzter Zeit aber verbringen die beiden Männer auffällig viel Zeit in der Wirtschaft. Und weil sie Abend für Abend nicht mehr nur beschwipst, sondern auch äußerst beschwingt nach Hause kommen, werden die Frauen langsam misstrauisch. Völlig zurecht, wie ihnen Anna Schaaf (Sabine Plum), en au Beänquiesel, bei einem ihrer zahlreichen, unerwünschten Besuche im Hause Knouf genüsslich unter die Nase reibt. Sie weiß nämlich, dass es da diese neue Kellnerin gibt. Hübsch sei sie, Gitarre könne sie auch noch spielen, und mit ihren Liedern verdrehe sie der Männerwelt den Kopf.

Es kommt, wie es kommen muss. Die Lage im Jakobsviertel spitzt sich dramatisch zu, der Geschlechterkampf nimmt drastisch an Fahrt auf. Erst halten die Frauen Kriegsrat und dann die Männer. Als Hauptquartier fungiert dabei für beide Seiten das Knoufsche Wohnzimmer, glücklicherweise auch Schauplatz der enorm erheiternden Kampfhandlungen. Da werden alternative Betten eingerichtet, Schlafzimmer zugeschlossen und schließlich ist jeder auf jeden irgendwie schalues.

Am Ende kommt natürlich heraus, dass Beätes und Willi die treusten Seelen sind. Alles ist gut, dass ist immer so bei der Alt-Aachener Bühne und vielleicht ein Grund, warum sie auch im 91. Jahr ihres Bestehens so enorm erfolgreich ist. Und der Weg zum Happyend macht mal wieder richtig Spaß, auch weil jedem einzelnen Ensemblemitglied die Spielfreude anzumerken ist.

Hier gibt es Tickets

Mehr Infos zu den Terminen der nächsten Vorstellungen und Karten gibt es in der Servicestelle der AZ an der Buchkremerstraße und im Verlagsgebäude des Zeitungsverlages, Dresdener Straße 3 (Parkmöglichkeit), sowie in allen Vorverkaufsstellen der AZ. Reservierungen/Vorbestellungen sind telefonisch leider nicht möglich.

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