Aachen - Ein gutes Stück neues Aachen

Ein gutes Stück neues Aachen

Von: Peter Motz
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Geehrte, Jury und Gastgeber bei der Sparkasse Aachen: Der Bund Deutscher Architekten verlieh die Auszeichnung „gute Bauten 2010”. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die Alemannia wird von ihrem Hauptsponsor geschlagen: Der neue Sitz der Aachen-Münchener sowie eine Versuchshalle von Eon und ein Hörsaalgebäude der RWTH tragen die „Auszeichnung guter Bauten 2010” des Bundes Deutscher Architekten (BDA).

Bei einer Feierstunde in der Sparkassenfiliale am Friedrich-Wilhelm-Platz wurden die verantwortlichen Architekten und Bauherren gewürdigt.

Zum Neu- und Umbau des Versicherungskonzerns nach Plänen von Kada Wittfeld sagt die Jury: „Entstanden ist, auch durch die Brücke und die ungewohnte Treppenrampe, ein Stück corporate city, das den Passanten die Bedeutung des Unternehmens demonstriert.” Zugleich „wünscht” sich das Gremium jedoch, den „Boulevard” noch mit „Anziehungspunkten wie Kiosken” zu versehen. Dem Energy Research Center (ERC) des Energiekonzerns nach Plänen von Fischer Architekten (Bauherr: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW) verleihe „eine mehrfach gekantete, dunkle Metallfassade eine Eleganz und Leichtigkeit, die man an diesem Ort (Mathieustraße) nicht vermuten würde”.

Der neue Physik-Hörsaal auf Melaten schließlich (gk.mk bauen/frye architekten; Bauherr: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW) trotze „der Übermacht des alten Gehäuses” und schlage es „mit seinen eigenen Mitteln: Beton”, so das Preisgericht. Der Beton werde „virtuos bearbeitet” und entfalte „gemeinsam mit dem rohen, einfachen Holzgestühl eine poetisch anmutende Strenge”.

Zur locker gehaltenen Preisverleihung konnten Professor Horst Fischer, Vorstand des BDA Aachen, und Hubert Herpers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen, rund 80 Gäste begrüßen. Oberbürgermeister Marcel Philipp verlieh als Schirmherr die Auszeichnungen gemeinsam mit Professorin Annette Hillebrandt. Die Kölner Architektin war Jury-Vorsitzende. Mit ihr entschieden die Architekten Andr Kempe (Rotterdam), Reinhard Lepel (Köln) sowie der Journalist Dr. Wolfgang Bachmann. Anerkennungen sprach die Jury aus für die Bauwerke „Haus am See” in Kreuzau, Inda-Gymnasium in Kornelimünster und Science College in Jülich.

Der Aachener BDA-Wettbewerb erstreckt sich über Stadt und Städteregion Aachen sowie die Städte und Kreise Düren und Heinsberg und wird alle drei Jahre ausgelobt. Diesmal wurden 21 Teilnehmer gezählt. Leer gingen dabei so prominente Beiträge wie das SuperC der RWTH, der Erweiterungsbau des Dürener Leopold-Hoesch-Museums und eben der neue Tivoli aus.
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