Ein ganz besonderes Oster-Erlebnis erfahren

Von: Angelina Boerger
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Eine interaktive Ausstellung mit großem Zulauf: Pastor Andreas Reichert, Gemeindemitglied Claudia Rosenthal und Norbert Klückmann wollen die Ostergeschichte besonders anschaulich darstellen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Man nehme sechs Tonnen Naturbruchstein, 500 Meter Stoff, zwei Kilometer Garn, 40 Pflanzen, Pappmaché, jede Menge Gewürze, geschmiedete Waffen und reichlich Licht – und schon verwandeln sich die Räume der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in eine Kulisse aus Jesu Lebzeiten.

In der Albert-Maas-Straße 34 findet vom 6. bis 27. März zum dritten Mal die interaktive Ausstellung „Ostern Er-lebt“ statt, bei dem sich die Besucher mit „allen Sinnen“ auf die Spuren Jesu begeben können.

2011 fand „Ostern Er-Lebt“ zum ersten Mal statt, 2013 hatte die Ausstellung über 1350 Besucher von jung bis alt. Dieses Jahr erwartet die Gemeinde sogar über 2000 Schaulustige, nachdem Bürgermeisterin Hilde Scheidt am 6. März nach dem Gottesdienst um 10 Uhr die Ausstellung eröffnet haben wird.

In sechs Stationen können Interessierte in einer Führung die Erlebnisse Jesu sinnlich nachspüren, begleitet von atmosphärischer Hintergrundmusik oder Gebeten. So kann man sich auf einen Marktplatz in Jerusalem begeben, auf dem große Getreidekörbe stehen, bei Traubensaft und Brot am Passahmahl teilnehmen oder den wunderschönen Garten Gethsemane betreten. Aber auch düstere Kapitel aus Jesus Leben, wie seine Kreuzigung spielen bei der Ausstellung natürlich eine große Rolle.

„Die Station ‚Das Grab‘ ist wortwörtlich eine Durchgangsstation, die von Dunkelheit und Stille dominiert wird. Sie führt in den Auferstehungsgarten, die sechste Station, in der Jesus den Tod überwunden hat“, erzählt Gemeindemitglied Claudia Rosenthal, die die Ausstellung mit organisiert hat. „Deswegen bieten wir die Führungen erst für Schulklassen ab der 3. Klasse an, da die Kinder auch mit Tod und Gewalt in Berührung kommen werden.“

Pastor Andreas Reichert betont die Wichtigkeit des Osterfestes für das Christentum. „Auch wenn es den meisten nicht so vorkommen mag, ist Ostern ein viel bedeutenderes Fest als Weihnachten. Geboren wird schließlich jeder, wieder auferstehen, ist da schon seltener.“

Er erhofft sich durch die Ausstellung eine persönliche Auseinandersetzung der Besucher mit dem Ostererlebnis. „Als Pastor habe ich viel mit Tod und Trauer zutun. Jesus spendet den Menschen Trost, denn durch ihn kann man auf ein Leben nach dem Tod hoffen.“

In der letzten Station „Vater unser“ haben die Besucher die Möglichkeit, das Erlebte ausklingen zu lassen und zu überdenken, Dafür liegen Papier und Stifte bereit, um die Erlebnisse aufzuschreiben oder zu malen, oder einfach im Stillen ins Gebet zu gehen.

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