Ein ganz anderer „Robin Hood” im Theater 99

Von: Laura Hentz
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Nicht ganz nach der Vorlage, a
Nicht ganz nach der Vorlage, aber umso lustiger: Im Theater 99 wird die Geschichte von Robin Hood etwas anders erzählt. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Wie wäre es, wenn ihr von nun an nur von den Reichen nehmt und es den Bedürftigen gebt?” fragt der Minnesänger. Eine Idee, die wir alle kennen: Robin Hood, der noble Held aus Sherwood Forest.

Zusammen mit Bruder Tuck, Little John und Will Scarlett lehnt er sich gegen den bösen Sheriff von Nottingham auf und erobert das Herz von Lady Marian.

Wunsch des Publikums

Das Theater 99 hat sich den Stoff für sein diesjähriges Weihnachtsmärchen für Erwachsene noch einmal vorgenommen: „Wir fragen immer die Zuschauer, was sie gerne sehen würden und die haben sich ganz klar entschieden - für Robin Hood”, erzählt Jutta Sophie-Charlotte Kröhnert, Verantwortliche für Buch und Regie. Sie hat Aspekte gesucht, die weniger bekannt sind und sich dafür „A Gest of Robyn Hode” und diverse Sagen und Balladen aus dem Mittelalter genauer angeschaut. „Die Balladen bestehen eigentlich daraus, dass Robin Hood und seine Gefährten im Wald riesig Spaß haben, Leute überfallen und dann zum Essen einladen”, lacht Kröhnert. Doch eines ist auffällig: Mit jedem Jahrhundert wird der Held vom „robbing hood”, dem raubenden Kapuzenmann, immer edler und historisch belegt ist die Geschichte schon gar nicht. Wer ist also Robin Hood? Das müssen die Zuschauer selbst herausfinden. Mit seiner geheimen Identität spielt das Ensemble genauso wie mit dem Element, dass die Geschichte immer wieder erzählt wird.

Doch bei Robin Hood dürfen auch die Kampfszenen nicht fehlen. Beim Bogenturnier fliegen die Pfeile und beim Stockkampf schwingen die Schauspieler mannshohe Äste über die Bühne. Und das natürlich nicht in Jeans oder Strumpfhosen. Kapuzenumhänge, Steghosen und mittelalterliche Gewänder.

Bei den Kostümen haben sich die Kostümbildnerin Anja Setzen und die Schneiderin Liuba Ivanowa so gut es ging an Originalschnitte gehalten. Vorhänge, Sofabezüge und Stoffreste: Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt, um das alte England auf die Bühne zu bringen.

Robin Hood feiert am 3. Dezember Premiere. Weitere Aufführungen folgen am 9., 10., 11., 16., 17. und 18. Dezember sowie am 6., 7., 8., 13., 14., 15., 20., 21. und 22. Januar. Freitags und samstags jeweils um 20 Uhr, sonntags schon um 18 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigte Tickets: 8 Euro.

Tickets gibt es im Service-Center des Zeitungsverlages in der Buchkremerstraße (Mayersche).


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