Ein echter Grenzgänger: Markus Frohn wird neuer Krüzzbrür-Ordensträger

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Herzliches Willkommen: der neuer Ordensträger der Krüzzbrür, Pastor Markus Frohn (Mitte rechts), wurde im Kreise der Ordensträger begrüßt. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Jede Sessionseröffnung des Pfarrausschusses Heilig Kreuz hat ihr eigenes Flair. Gemeinsam ist ihnen dabei, dass in diesem Rahmen der jeweilige designierte Krüzzbrür-Ordensträger vorgestellt wird und dass diese Abende nicht nur amüsant, sondern auch belehrend sind. So begann auch am Samstag, einen Tag nach dem Elften im Elften, der diesjährige Start in die fünfte Jahreszeit mit einer Lektion fürs Kleine Latinum.

„Dozent“ hierbei war Dr. Rainer Klügel, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des Pfarrausschusses. Mit Blick auf unser Aachen, in dem 55.000 Studenten abends die Supermärkte sowie die Pontstraße bevölkern, stellte er zunächst mit dem lateinischen Ausdruck „studere, studeo“ eine Verbindung zum diesjährigen Sessionsorden der Krüzzbrür her. Und das nicht von ungefähr, ist doch der disignierte 45. Ordensträger Markus Frohn, ein katholischer Pfarrer.

Über ihn habe es im Internet einmal geheißen: „Markus Frohn bekleidet eines der schwierigsten Pfarrämter in Deutschland, die katholische Kirchengemeinde St. Josef und Fronleichnam, gelegen im sozialen Brennpunkt von Aachen, im Ostviertel, im Arbeiterviertel, wo es viele Migranten gibt, wo der Anteil der Arbeitslosen hoch ist und die Katholiken in der Minderheit sind.“ Dennoch behauptet Pfarrer Frohn, dass es für ihn „die schönste Pfarrgemeinde der Welt“ sei, in der er seit neun Jahren seinen Wirkungskreis hat.

Und diesen Eindruck erweckte er auch bei der ersten Begegnung, durch seine heitere, ausgeglichene Art, die Initiative und Kreativität deutlich erkennen ließ, bestätigt durch seine Worte: „An die Grenze gehen und sehen was dahinter ist.“ Voller Enthusiasmus berichtete er beispielsweise in der Runde ebenfalls anwesender zehn Krüzzbrür -Ordensträgern über die freundschaftlichen, gegenseitigen Besuche mit Mitgliedern der Yunus-Emre-Moschee.

Für seinen Humor spricht sein Satz: „Ich hätte nie gedacht, dass die Berliner Mauer schneller abgerissen wird als der Westwall in der Pannesheide zwischen Deutschland und den Niederlanden“. Zwar in Aachen geboren, aber in der Pannesheide aufgewachsen, sei er so schon in jungen Jahren ein Grenzgänger gewesen. Nach seinem Theologiestudium in Bonn folgten Einsätze als Diakon in Nideggen und Aachen, als Kaplan in Forst sowie Jugendseelsorger in Düren.

Doch was wäre eine Sessionseröffnung der Krüzzbrür ohne ihre traditionellen, immer mundenden „Dicke Bonne met Speck“ wiederum aus der Küche von Hans Gillessen, ohne den bereits legendären Schlagabtausch voller Esprit und geistvollem Witz zwischen den, neben anderen, dafür bekannten Krüzzbrürn: Professor Max Kerner, Professor Bernd Ma-thieu und Dr. Manfred Birmans sowie die Chianti-Wein-Arie von Willy Schell und das traditionell gesungene Markenzeichen der Runde: „Trinkfest und arbeitsscheu, aber der Kirche treu...“

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