Aachen - Ein Blick hinter die Kulissen der Ladies in Black

Ein Blick hinter die Kulissen der Ladies in Black

Von: Katrin Fuhrmann
Letzte Aktualisierung:
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Traurige Mienen bei den Ladies und dem Trainer-Team nach dem verlorenen Pokalfinale in Halle. Nun gibt‘s einen Film über die Volleyballerinnen. Foto: Wolfgang Birkenstock
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Ist mit seiner Arbeit zufrieden: Wisam Zureik hat die Ladies in Black einige Tage mit der Kamera begleitet. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Wenn die Ladies in Black das Volleyballfeld betreten, ist die Stimmung in der Halle ausgelassen. Mit Jubel und ordentlich Beifall werden die Volleyballerinnen immerzu empfangen. Wenn dann der Anpfiff ertönt, tobt die Halle und die Fans lassen ihren Emotionen freien Lauf.

Doch wie sieht es eigentlich hinter den Kulissen aus? Wie kommen die Ladies zu den Auswärtsspielen? Was essen sie zu Abend? Wie sehen die Trainingseinheiten aus? Und was passiert vor und nach dem Spiel in der Kabine? Das zeigt nun der Film „Eine Hand am Pokal“, der am Sonntag Premiere feiert.

Ganz nah dran

Auf eindrucksvolle Weise hat Filmemacher Wisam Zureik den Weg vom Pokal-Halbfinale im Hexenkessel in der Halle an der Neuköllnerstraße bis hin zum entscheidenden Finale im westfälischen Halle gegen Allianz MTV Stuttgart und dem anschließenden Empfang im Aachener Rathaus mit der Kamera begleitet. Dabei hat er vor allem auf die ganz persönlichen, privaten und emotionalen Augenblicke geachtet, um den Fans einen Blick hinter die Kulissen der Volleyballerinnen zu ermöglichen.

Hierbei ging es Zureik nicht um Schönheit und Ästhetik. Vielmehr wollte er, dass die Eindrücke authentisch, glaubwürdig und echt sind. „Ich habe mich als Beobachter verstanden. Ich war zwar mittendrin, habe mich aber immer im Hintergrund gehalten“, sagt Zureik. Sein Ziel ist es, den Zuschauern das Gefühl zu geben, dabei gewesen zu sein.

Wisam Zureik hat in Köln Mediendesign studiert. Nach seinem Bachelor-Abschluss im Jahr 2013 stand für den heute 29-Jährigen fest, dass er sich selbstständig machen will - und das hat er dann auch gemacht. Heute widmet er sich vor allem der Produktion dokumentarischer Filme, denn die liegen ihm besonders am Herzen. „Ich möchte mit meiner Arbeit etwas bewegen“, betont Zureik.

Dass man ihn für diesen besonderen Film engagiert hat, freut den in Israel geborenen Palästinenser, der seit zehn Jahren in Deutschland lebt. Er hat sogar eine nicht unerhebliche Gemeinsamkeit mit den Ladies in Black: Er spielt selbst seit seinem zehnten Lebensjahr Volleyball. In seinem Geburtsland Israel hat er mit seiner damaligen Mannschaft sogar schon den Landespokal im Jugendvolleyball gewonnen. Bei den Dreharbeiten hatte Zureik auch die Möglichkeit, bei Physio- und Trainingseinheiten dabei zu sein. Auch diese Beobachtungen fanden im Film Platz.

Als besonders emotional beschreibt Zureik die Situation nach dem Spiel in der Kabine. „Die Ansprache von Trainer Marek Rojko nach dem Spiel war ein absoluter Gänsehautmoment“, so Zureik. Unangenehm war ihm hingegen, dass er auch die Tränen und Enttäuschung filmen musste, als die Ladies den Pokal nur ganz knapp , mit einer knappen 2:3 Niederlage im Tie-Break verpassten.

Dennoch: Auch wenn es am Ende nur für den zweiten Platz gereicht hat, wird es für die Ladies ein unvergessliches Erlebnis bleiben - das sie sich Dank Zureik in Zukunft auch immer wieder anschauen können.

„Ich bin wirklich aufgeregt. Den Film hat noch niemand gesehen. Hoffentlich gefällt den Ladies und den Fans meine Arbeit“, sagt Zureik.

Doch mehr verraten will Zureik nicht, schließlich sei am Sonntag erst die Premiere, dann könne man sich selbst davon überzeugen.

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