Kornelimünster - Ein Blasorchester kann auch Popmusik

Ein Blasorchester kann auch Popmusik

Von: Annika Kasties
Letzte Aktualisierung:
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Harmonie in der Vielfalt: Jugendorchester Hahn, Instrumentalverein Eilendorf, Jugendorchester des Harmonievereins St. Petrus Baesweiler und das Inde-Musik-Orchester in einem Konzert. Foto: Julian Omonsky

Kornelimünster. Vor einigen Jahren ging einem das Lied nicht aus dem Ohr. Im Radio rauf und runtergespielt war „Snow” von den Red Hot Chili Peppers ein Riesenhit. Mit Pauken und Trompeten hört man das Lied jedoch selten. Kann ein Blasorchester Popmusik spielen? Die Frage des Dirigenten hat eine deutliche Antwort: Und wie es das kann.

Bei der „Orchesterparade” in Kornelimünster zeigten die Jungmusiker was in ihnen steckt. Zum fünften Mal gestalteten das Jugendorchester Hahn, der Instrumentalverein Eilendorf, das Jugendorchester des Harmonievereins St. Petrus Baesweiler sowie das Inde-Musik-Orchester einen gemeinsamen musikalischen Nachmittag.

„Wir wollen, dass die Kinder sehen wie andere Orchester spielen und ihnen die Gelegenheit geben, mit diesen auch zusammen zu spielen”, erklärte Ruth von den Driesch-Tesch, Vorsitzende des Vereins „Musik und Schule in Kornelimünster „M.u.S.I.K.”

Bekannte Töne

Der Verein hatte die Tradition des gemeinsamen Musizierens von Jugendorchestern 2006 wiederbelebt. Seitdem findet die Orchesterparade wieder jährlich im Turnusverfahren statt. Als Organisator lud dieses Jahr zum zweiten Mal der „M.u.S.I.K.”-Verein in die Hallen des Inda-Gymnasiums ein. Dort erwarteten die Besucher bei gleich vier Konzerten eine unterhaltsame Mischung aus Film- und Popmusik. Das Ohr begegnete allseits bekannten Tönen aus den Film- und Musikcharts, wenn auch teilweise in auf interessante Weise abgewandelter Form.

Bei den halbstündigen Darbietungen zeigten die einzelnen Orchester wie gut die Jugendlichen als Gruppe aufeinander eingestimmt sind. „Viele der Kinder haben jahrelang Unterricht gehabt und spielen einzeln sehr schön, doch die Orchesterarbeit ist schon etwas anderes, eine Erweiterung”, betonte von den Driesch-Tesch. „Man muss auf seinen Einsatz und den Dirigenten achten. Wir empfehlen jedem in einem Orchester zu spielen.” Dass die Musiker nicht nur diese Herausforderung meistern, sondern auch noch mit drei weiteren Orchestern gemeinsam spielen können, zeigten sie bei zwei Stücken, die sie zum Abschluss der Orchesterparade gemeinsam anstimmten.

„Man ist es nicht gewöhnt mit so vielen Musikern zu spielen”, erläuterte Fabian Schulze Wierling, der seit sechs Jahren Tenorsaxophon im Inde-Musik-Orchester spielt. Wenn man sonst nur mit 30 Menschen und dann auf einmal mit über 100 spiele, wirke dies viel professioneller. „Es ist interessant zu sehen, wie die anderen Orchester spielen”, pflichtete ihm Nina Schabarun bei.
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