Ein Biotop für kleine „Kröten” auf dem Spielplatz

Von: Hanna Sturm
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Krabbeln, im Sand spielen, Blüten und Blätter schnuppern: Im neuen Biotop des Kinderschutzbundes auf dem Abenteuerspielplatz können Eltern mit ihren Kleinstkindern deren Sinne schulen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Rechts und links der Duftallee wachsen Minze und Lavendel, im Tipi klingeln quietschbunte Windspiele, und während die Hängematten im Entspannungsbereich nur sachte hin und her schwingen, laden die Sitzschalen an der großen Holzschale zu ausgelassenem Spiel ein: Es ist ein Spielplatz speziell für Bedürfnisse von Kindern unter drei Jahren.

Das neu eröffnete Krötenbiotop im Abenteuerspielplatz am Kirschbäumchen soll nicht nur Spaß machen, sondern auch alle Sinne stimulieren.

„Unser neuer Spielbereich ist klar abgegrenzt und bietet den unter dreijährigen Kindern so einen richtigen Schutzraum. Deshalb passt auch der Name Biotop”, erklärt Jens Lankuttis den Namen. Lankuttis leitet den Abenteuerspielplatz des Kinderschutzbundes und wollte schon seit Jahren die Idee eines senso-motorischen Kleinstkinderspielplatzes verwirklichen.

Denn auf den meisten Spielplätzen gebe es nur wenig Möglichkeiten für Kinder unter drei Jahren, zu spielen und dabei die eigene Entwicklung zu fördern. „Die sinnliche Wahrnehmung in den ersten drei Jahren ist unheimlich wichtig. Besonders das Gleichgewicht, der Tastsinn und das Wahrnehmungsgefühl für den eigenen Körper müssen stimuliert werden”, so Lankuttis.

Genau das passiert spielerisch im Krötenbiotop. So können die Kinder zwischen stark duftenden Kräutern umherkrabbeln, im schummrigen Tipizelt Hör- und Tastsinn schärfen oder beim Erklimmen eines eigens angelegten Hügels Motorik und Gleichgewicht verbessern.

Vor anderthalb Jahren begannen die Arbeiten für den Kleinstkinderspielplatz, das meiste erledigten die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer in Eigenarbeit. „Wir haben etwa 80 Tonnen Erdreich bewegt. Auch die älteren Kinder haben geholfen”, sagt Jens Lankuttis.

Andrea Weyer, die Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes, ist den vielen Helfern und Sponsoren dankbar. „Ohne die vielen Spenden hätten wir die Kosten nicht tragen können.” Noch ist die Arbeit nicht abgeschlossen, der Spielbereich wird mit der Zeit weiter wachsen. Demnächst soll noch ein Krabbellabyrinth angelegt werden, auch eine Kleinstkinderrutsche ist geplant.

Auch Ruth Wilms (CDU), die Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschusses, lobt das außergewöhnliche Spielangebot. „Ich denke, so eine einmalige Sache hat hier in Aachen noch gefehlt. Und für die Rutsche findet sich bestimmt eine zügige Finanzierungsmöglichkeit.”

Einmal in der Woche - montagsnachmittags - findet am Abenteuerspielplatz ein Treff für Eltern mit Kleinkindern unter drei Jahren statt, aber natürlich sind die Kleinsten auch während den normalen Öffnungszeiten nachmittags zwischen 14 und 18 Uhr, sowie montags, mittwochs und donnerstags vormittags willkommen.
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