Aachen - Ein besinnlicher Schlussstrich der Karnevalssession

Ein besinnlicher Schlussstrich der Karnevalssession

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Ruhe nach der närrischen Wochen: Dass Karneval nicht nur ein große Feier ist, sondern auch viel mit dem Glauben und der Kirche zu tun hat, erlebten die Besucher im Aachener Dom. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Dass Karneval viel mit dem Glauben und der Kirche zu tun hat, haben die Besucher am Mittwochabend im sehr gut besuchten Aachener Dom erlebt. Zum Aschermittwoch hatte der Festausschuss Aachener Karneval (AAK) zum traditionellen Abschlussgottesdienst der Session eingeladen.

Nicht nur die nun ehemaligen Tollitäten Mike Foellmer mit seinem Hofstaat sowie Julius Philipp und Abordnungen der Aachener Karnevalsvereine und -gesellschaften zogen hier einen Schlussstrich. Viele Aachener Karnevalsfreunde nahmen die Gelegenheit wahr, nach den Tagen und Wochen des fröhlichen Feierns gemeinsam in die Fastenzeit zu wechseln. Zelebriert wurde die Messe von Dompropst Manfred von Holtum, Konzelebrant Pater Georg Miesen OSB und Diakon Manfred Oslender.

„So viele wie zum Eröffnungsgottesdienst in der Citykirche St. Nikolaus gekommen sind, feiern auch heute mit uns den Abschluss. Die Karnevalskerze, die an diesem Tag entzündet wurde, wird heute symbolisch von unserem Ex-Märchenprinz Julius ausgeblasen“, erklärte Dompropst Manfred von Holtum. Zu diesem symbolischen Akt wurde Julius von seinem Prinzenbruder Mike Foellmer hochgehoben.

„Viele Närrinnen und Narren haben mir gedankt, dass ich Petrus bestürmt habe und wir daraufhin gutes Wetter am Rosenmontag hatten. Ich selbst bin auf einem Wagen mitgefahren und kann nur bestätigen: Das lässt sich mit dem Herrgott vereinbaren, denn Kirche und Karneval, das passt zusammen“, betonte der Dompropst. Anfang und Ende der Session gemeinsam unter Christen zu feiern, sei wichtig, egal ob katholisch oder evangelisch.

Der tiefere Sinn

AAK-Präsident Frank Prömpeler trug eine Lesung vor. Die liturgischen Texte sowie die Lieder wurden in Öcher Platt vorgetragen. In seiner Predigt ging Diakon Manfred Oslender auf das Evangelium nach Lukas ein. „Wer nicht nach dem Wort Gottes lebt und ein unvernünftiger Mensch ist, hat sein Lebenshaus auf Sand gebaut. Kommt ein Sturm, wird es vom Wasser umspült im Gegensatz zum Lebenshaus, das auf Fels gebaut ist. Es ist wichtig, innezuhalten und nachzudenken, was wichtig ist im Leben“, erklärte Oslender. Es gehe darum, was tieferen Sinn hat, um Träume und gute Vorsätze, um Talente, die jeder hat und die Frage, was man daraus gemacht hat.

„Man sollte sich fragen, was übrig bleibt von dem, was man gemacht hat. Es ist am schönsten, wenn man zusammen feiert. Und die Freude, die wir im Karneval erlebt haben, bleibt uns auch nach dem Fastelovvend erhalten“, betonte der Diakon in seiner Predigt auf Platt. Und er zitierte aus einem der großen Erfolge der diesjährigen Karnevalsmusik, einem Lied der Gruppe Brings aus Köln: „Wir werden frei sein wenn wir uns lieben. Es wird vorbei sein mit Streit und Kriegen. Glaubt nur die Liebe gewinnt.“

Nach dem anschließenden Segen spendeten Dompropst Manfred von Holtum, Konzelebrant Pater Georg Miesen OSB und Diakon Manfred Oslender den Gläubigen das Aschekreuz als Zeichen des Eintritts in die 40-tägige Fastenzeit.

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