Eilendorfer Bündnis der Solidarität mit Flüchtlingen

Von: der/mh
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Eilendorf. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Der Anwohner-Ansturm blieb aus, als es in der Bezirksvertretung Eilendorf um die Unterbringung von Flüchtlingen in der Hansmannstraße ging. Natürlich wurde die Fragestunde für Einwohner, in der es relativ konstruktiv zuging, dazu genutzt, Neues zu erfahren.

Am Ende gab es keine Gegner mehr, 22 Bürgerinnen und Bürger, rekrutiert aus dem neuen „Eilendorfer Bündnis für Integration“, das am Samstag zu einem Picknick auf dem Spielplatz Ecke Severinstraße/Betzelter Straße eingeladen hat, um ein Ausrufezeichen gegen eine Kundgebung der Partei „Pro NRW“ zu setzen, zeigten sich bereit, die zu erwartenden Flüchtlinge zu unterstützen und zu begleiten (siehe Info).

„Wir wollen den Flüchtlingen, die demnächst in der Hansmannstraße wohnen werden, mit Respekt, Offenheit und Freundlichkeit begegnen. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger Eilendorfs ein, sich dieser Grundhaltung anzuschließen“, heißt es in einer ersten Erklärung des Bündnisses unter anderem.

Auch sonst gab es durchweg nur positive Stimmen, die Bezirksvertretung nahm die Ausführungen der Verwaltung lediglich zur Kenntnis, denn der Beschluss stand ja schon länger fest. Bekanntlich will die rechtspopulistische „Pro NRW“ am Samstag in der Hansmannstraße „gegen Asylmissbrauch“ aktiv werden. Die Anwohner sollen im Gegenzug mit noch zu verteilenden Flugblättern aufgerufen werden, sich mit dem neuen Bündnis für Integration zu solidarisieren.

Die Planungen sehen vor, dass die städtischen Gebäude in der Hansmannstraße kurzfristig saniert werden sollen, alle Voraussetzungen dazu sind gegeben. Die Fertigstellung der Wohnungen ist für den Spätsommer vorgesehen. Insgesamt sind es 13 Wohnungen mit rund 650 Quadratmetern, in denen etwa 45 Personen untergebracht werden sollen.

Eine Sozialarbeiterin und ein Hausmeister sollen die Betreuung der Personen übernehmen. Zur Einrichtung der entsprechenden Arbeitsplätze wurde in unmittelbarer Nähe eine Gewerbeeinheit angemietet. Um die Willkommenskultur zu pflegen, wird die Verwaltung auf die verschiedenen Akteure (Politiker, Kirchen und Bürgerinnen und Bürger) zugehen. Die Verwaltung kommt zu dem Fazit: Mit den derzeitigen Optionen kann auf Dauer der Wohnbedarf nicht gedeckt werden. Es müssen weitere Möglichkeiten her.

Für die Fraktionen ist es wichtig, dass eine Betreuung vor Ort zugesichert wird, um bei Problemen gezielt zu helfen. Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler begrüßte, dass auch die Kirchen in der Sitzung präsent waren und zudem die Muslime mit ins Boot genommen werden sollen. Außerdem sollen Patenschaften für Familien geschaffen werden.

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