Ehrgeizige Pläne sollen Kassen klingeln lassen

Von: Robert Flader
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Aachen. Ehrgeizige Pläne auch ohne finanziellen Spielraum: Der städtische Kulturbetrieb hat sich trotz eines satten Defizits von 165.000 Euro für das kommende Jahr viel vorgenommen - und will so wieder für eine entspanntere finanzielle Lage sorgen.

Dabei wollen das Suermondt-Ludwig-Museum und das Ludwig-Forum mit einer Reihe von größtenteils internationalen Ausstellungen ihre zuletzt zurückgehenden Besucherzahlen wieder nach oben korrigieren.

Neuer Leitfaden

„Wir werden ab sofort einen Leitfaden durch unser jährliches Programm haben”, so Brigitte Franzen, Leiterin des Ludwig Forums, vor dem Kulturausschuss des Rates. In diesem Jahr lautet dieses Motto bei den Ausstellungen „Architektur und Raum.” Das Museum an der Jülicher Straße befinde sich nach wie vor in einer Phase der Konsolidierung. „Wir müssen jetzt den Grundstein dafür legen, dass wir 2011 ein tolles Jubiläum feiern können.” Dann wird das Forum 20 Jahre alt.

Auch die Planungen des städtischen Veranstaltungsmanagements stehen im nächsten Jahr zunächst ganz auf Konsolidierung, wie dessen Leiter Rick Takvorian verdeutlicht. Gerade beliebte Veranstaltungen wie das interkulturelle Fest „Across the borders” und das September Special hätten zuletzt mehr Leute als erwartet angezogen. Takvorian macht Hoffnung, dass es vor allem mit dem September Special im nächsten Jahr weitergeht. „Das hat sich wirklich etabliert.” Gerade hier sei auch der euregionale Aspekt sehr wichtig, die Arbeit mit den niederländischen Kollegen sei „ausgezeichnet.”

Doch auch der ehrgeizige Veranstaltungskalender täuscht nicht darüber hinweg, dass die Erträge deutlich unter den Erwartungen lagen - und sorgte für Einigkeit unter den Parteien. „Wir sind am Ende der Fahnenstange angekommen”, sagte etwa Ruth Crumbach-Trommler (FDP). „Denn irgendwann ist jede Kostenregulierung am Ende.”

Kommerzialisierung vorantreiben

Noch könne die Unterdeckung durch die eigenen Rücklagen aufgefangen werden, „doch die Unterdeckung kann noch ein größeres Problem werden”, schätzt Sybille Reuß (SPD). Ein Vorschlag lautete, das Couven-Museum kommerziell zu stärken. „Gerade in den Museumsshops muss was passieren”, fordern etwa die Christdemokraten.
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