Ehrentoupet für den „Roboprof“

Von: Nina Krüsmann
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Die Figaros hielten viele flotte Programmpunkte bereit, wie etwa den Auftritt von TN Boom. Foto: Martin Ratajczak
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Neu in der Herrenriege: FH-Rektor Marcus Baumann erhielt das Ehrentoupet auf der Sitzung der Figaros. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Als „Picasso der Wissenschaft“, „kreatives Genie“ und „das Gesicht der FH“ wurde der neue Preisträger des Ehrentoupets der Lustigen Öcher Figaros im Eurogress gefeiert. Die Verleihung des Ehrentoupets an den Rektor der Fachhochschule Prof. Dr. Marcus Baumann war der Höhepunkt einer kurzweiligen Sitzung.

Vier Jahre hatten die Figaros pausiert. Der Vorsitzende Walter Braun startete jetzt mit Christian Mourad als Sitzungsmoderator neu durch. Vor Glitzervorhang und Bühnenbild mit der Aachener Skyline gab es ein flottes Programm mit modernem Anstrich. Eine Augenweide war die Tanzgruppe TN Boom, ein humoristischer Höhepunkt der Auftritt von Kabarettist Volker Weininger. Eigentlich wäre Kultsänger Jupp Ebert als Ehrentoupetträger von 2012 die Ehre der Laudatio zugekommen.

Doch er tat sich mit Städteregionsrat Helmut Etschenberg zusammen, der 2011 ein Toupet erhielt. Herzlich, mit Wortwitz, lobend, aber mit kleinen Spitzen brachte Etschenberg die Laudatio vor. Und nicht nur mit Worten wurde Baumann treffend beschrieben. Jupp Ebert besang den neuen Ehrentoupetträger auch: „Wir haben Haare, du hast keine, doch das ist kein Problem...“, schmetterte er kurz vor der Überreichung des schmucken neuen Haarteils.

Mit Baumann hätten die Figaros ein echtes Multitalent gefunden, lobte Etschenberg: „Wissenschaftler, Hochschulrektor, Musiker und immer noch mit Bodenhaftung versehen. Ein Mensch mit dem Herzen auf dem rechten Fleck!“ Den einzigen Fehler in seiner Vita – er ist Westfale, Münsteraner – habe er überwunden und sei inzwischen „ein richtig juter Öcher“ geworden.

Humorvoll ließ der Laudator Baumanns Werdegang Revue passieren – von seiner Zeit als Forscher auf hoher See („Käpt‘n Iglo der Wissenschaft!“) über seine Arbeit beim Umweltamt bis hin zu seiner heutigen Profession: „Er landete auf Wolke 7 und schwebt seitdem im Namen der Forschung und Wissenschaft in einem besonderen All: FH AC. Da kann er sich als Umwelt-Biologe so richtig austoben!“, rief Etschenberg, und Baumann jubelte begeistert. 2005 wählten die Studierenden ihn zum besten Lehrenden der FH. „Ich glaube, lieber Marcus, das war der Moment, als Du Dir vor Freude die letzten Haare ausgerissen hast.“

Dann hieß es für Baumann „Willkommen im Klub!“ Nachdem der edle Professorenschädel seine würdevolle Dekoration bekam, hörte das Publikum eine herrlich amüsante Dankesrede. Baumann legte dar, warum er das Toupet verdient hat. Die Glatze als Zeichen des Alterns sei dem Zahnersatz gefolgt, und seine Studenten würden ihn als „Roboprof“ bezeichnen – wegen all der Ersatzteile.

Auch mit karnevalistischem Humor kann der Westfale punkten: „Humor ist wichtig im Leben, wie die Fähigkeit, über sich selbst zu lachen und Respekt und Toleranz anderen gegenüber walten zu lassen“, stellte Baumann fest. Das erste Mal lauthals „Alaaf“ auszurufen bereitete ihm große Freude. Und das Publikum dankte es ihm mit stehenden Ovationen.

Die Marching Brass Band Druckluft und die Musikcomedy von Andy Ost griffen die gute Laune im Saal auf. Die Stimmung war prächtig, auch wenn der Europasaal bei „nur“ 500 Besuchern etwas zu groß wirkte. Doch wenn es sich herumspricht, welch gelungenen Neuanfang die Figaros nach vier Jahren Pause hatten, ist nächstes Mal bestimmt wieder mehr Publikum dabei.

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