Ehrenmitglied der Bühnenfreunde 1947: Rolle als Barkeeper war Auslöser

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Ehrenmitgliedschaft: Hans Mommer wurde zu seinem 80. Geburtstag vom Vorsitzenden der Bühnenfreunde, Marc Knisch, die Urkunde überreicht. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. 40 Jahre stand Hans Mommer beim Aachener Heimattheater Bühnenfreunde 1947 e.V. in immer neuen Rollen auf der Bühne und verlieh jeder eine ganz eigene Note. Typisch für ihn waren dabei sein perfektes Öcher Platt sowie in vielen Rollen auch sein „klangvolles“ Stottern.

Jetzt konnte er seinen 80. Geburtstag feiern und obwohl der Jubilar vor zwei Jahren auf eigenen Wunsch offiziell der Bühne Adieu gesagt hatte, gehörte ein Abend wie selbstverständlich seinen Spielscharfreunden, die ihn nicht als Darsteller, sondern vielmehr zu einer besonderen Ehrung auf die Bühne holten.

„Begrüßen Sie mit mir Hans Mommer“, wandte sich Marc Knisch, seit zwei Jahren 1. Vorsitzender der Bühnenfreunde, zunächst an das Publikum, das spontan „Happy birthday“ anstimmte. Nun erst konnte der Jubilar mit: „Novvend zesame“ antworten und wurde dann per Urkunde und Ehrennadel mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft überrascht. „Als äußeres Zeichen unserer Dankbarkeit für seine herausragenden Leistungen im Bereich Schauspiel möchten wir hier und heute Hans Mommer, der bereits die Silberne und Goldene Verdienstnadel sowie den goldenen Prenteschang erhalten hat, die Ehrenmitgliedschaft als höchste Auszeichnung unseres Vereins verleihen“, sagte Knisch unter Beifall.

Ursprünglich hatte Mommers schauspielerische Karriere bereits 1973, zwei Jahre vor seinem Wechsel zu den Bühnenfreunden, im Landesbad begonnen. Dort spielte seine Frau Hilde an der Seite von Leo Götzenich vor den Kurgästen. „Sturm im Maaskrug“ nannte sich das Stück, in dem Mommer in seiner ersten Rolle den Barkeeper verkörperte. „Ich habe alles immer nur für Hilde getan und unser 1. Spielleiter Bernd Dreyer hat mich in 38 Jahren geformt“, begründete der Jubilar seinen Einstieg in das Theaterleben. In den Komödien: „Die Lieblingsfrau des Maharadscha“ und „Noblesse uus dr Wimmelsjass“ zum Beispiel verkörperte er seine Lieblingsrollen und ist dem Publikum bis heute noch ein Begriff. Bekannt ist er auch als Sänger, sowohl bei den Köllepöötzern, wie auch am Ende einer jeden Aufführung bei der Verabschiedung des Publikums: „Joe weä drivt met Üch Pläsier än maat ömmer völ Hantier? Os Theater heij ejjen Stadt“. Und das ließ sich der Jubilar nicht nehmen, auch an seinem Ehrentag noch einmal zusammen mit der Spielschar dieses Abschiedslied auf der Bühne zu singen und dabei seinen gewohnten Gag anzubringen: „Wellt Ühr noch jet hüre?“, um dann den Publikumswunsch: „Ja“ mit „Naht zesame!“ zu beantworten.

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