Ehrenamtliche Engel wollen Welt verbessern

Von: Antje Ulenbrock
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Foto: Andreas Schmitter / *"Endspurt: Noch zwei Monate bis zur 72-Stunden-Aktion"*, von BDKJ Aachen, mit 40 Jugendlichen aus AC und Umgebung, Entrollung von Banner, am Domvorplatz

Aachen. Hier lag eine gute Portion ehrenamtlicher Euphorie in der Luft: Knapp 45 Jugendliche entrollten ein drei Mal acht Meter großes Banner auf dem Domvorplatz. Dabei entbrannte großer Jubel.

 So machten sie auf die bundesweiten Sozialaktion „72 Stunden – Uns schickt der Himmel“ des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) aufmerksam. Drei Tage lang werden sie Gutes tun. Mit Schubkarren, Schaufeln und anderen Geräten symbolisierten sie bereits jetzt Tatendrang – obwohl die Aktion erst am 13. Juni in die Startlöcher geht.

Das Banner wird bis dahin an der Nikolauskapelle hängen. Im Bistum Aachen trägt die kirchliche Jugendarbeit gemeinsam die Aktion. 133 Gruppen haben sich hier bisher angemeldet. „Es sind auch drei internationale Gruppen aus Kolumbien dabei, die dort tätig werden. Unser Ziel ist es, fünf Gruppen in zwei verschiedenen Ländern zu finden, etwa noch in Belgien oder den Niederlanden“, erklärt Melanie Siebert, die ihren Bundesfreiwilligendienst beim BDKJ leistet.

Luisa Breckner ist Mitglied bei den Maltesern. Sie wird mit einer Gruppe von etwa 15 weiteren Mädchen in Baesweiler anpacken. Auf dem Kirchplatz bastelt die 13-Jährige zusammen mit Kindern Spielzeug, das dann verkauft wird. Außerdem wollen sie die Schuhe oder Fenster der Baesweiler zum Glänzen bringen. „Danach fragen wir sie, wie viel ihnen das wert war.“ Damit möchte die Gruppe Geld für Kinder in Afrika und Indien sammeln. „Sodass sie nicht mehr arbeiten müssen“, sagt Luisa.

2003 gab es eine ähnliche Aktion

Die Schülerin mischte bereits bei den ersten „72 Stunden“ im Jahr 2009 mit. Damals schliff und bemalte sie in einem Integrationskindergarten Figuren aus Holz. 2003 gab es eine ähnliche Aktion wie die „72 Stunden“ unter anderem Namen schon einmal.

Marius Hautkappe ist auch zum zweiten Mal dabei. Diesmal wird er dem Schulhof einer integrativen Schule in Aachen einen neuen Anstrich verpassen. Unter den zehn Tatkräftigen befinden sich auch einige Schüler. „Wir streichen die Fassade neu und bauen Spielgeräte auf, die die Schule zur Verfügung stellt“, erklärt der Abiturient. „Mir macht die Arbeit mit Kindern Spaß. Generell mache ich gerne etwas Handwerkliches. Nach meinem Abitur werde ich Schreiner.“

Um noch mehr motivierte Menschen anzustecken, zogen die Jugendlichen mit Sprühkreide – wie in vielen anderen deutschen Städten auch – durch Aachen. Mit einer Schablone brachten sie das Logo der Aktion auf die Straßen. Dazu verteilten sie Sandkuchen mit dem Schriftzug. Und gaben damit ein Stück ihrer ehrenamtlichen Euphorie weiter. 

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