Ehrenamt: Lebenshilfe-Flohmarkt verdient halbe Million

Von: Hanna Sturm
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Heute ist auch ihr Tag: Das Fl
Heute ist auch ihr Tag: Das Flohmarkt-Team der Lebenshilfe steht stellvertretend für so viele Menschen in dieser Stadt, die sich ehrenamtlich engagieren. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Fast eine halbe Million Euro hat der Flohmarkt der Lebenshilfe in 30 Jahren eingebracht. Alle Einrichtungen des Vereins haben davon profitiert, seien es die Wohnheime für Menschen mit Behinderung, die integrativen Kindergärten oder die Frühförderung.

Möglich ist der Erfolg einer solch langjährigen Unterstützung natürlich nur mit dem unermüdlichen Einsatz freiwilliger Helfer.

Im Flohmarkt-Team arbeiten rund 20 Ehrenamtler, von März bis November treffen sie sich einmal in der Woche für einen Vormittag, nehmen ausrangierte Gegenstände entgegen, kontrollieren alles und sortieren die Bücher, Spielsachen, Kleider, und Haushaltsartikel in Bananenkisten und Umzugskartons. Etwa 1400 Kartons kommen jedes Jahr zusammen.Das bedeutet sehr viel Arbeit - ehrenamtlich, unentgeltlich, aus purem persönlichen Engagement.

Heute ist der Tag des Ehrenamts und das Flohmarkt-Team der Lebenshilfe steht stellvertretend für tausende Menschen in dieser Region, die sich ehrenamtlich in Einrichtungen wir der Lebenshilfe, in Vereinen, Initiativen und Verbänden engagieren. Menschen, ohne die die Gesellschaft nicht nur ein großes Stück ärmer wer. Nein, sie würde ohne diese Menschen wohl kaum funktionieren.

Unermüdlich sind sie. Die Flohmarkt-Ehrenamtler erst recht, wenn der Tagf näher rückt. Am Flohmarkts-Wochenende vervielfacht sich die Arbeit natürlich, von donnerstags bis montags sind die Helfer dann mit dem Transport zur Aula Carolina, mit Auf- und Abbau der Stände beschäftigt. Beim Verkauf sind sogar rund 150 Helfer im Einsatz. „Nach dem Wochenende sind wir erst einmal urlaubsreif”, sagt Annlen Hahn, die den Markt seit über zwanzig Jahren organisiert.

Natürlich hat der Flohmarkt nicht so riesig angefangen, sondern im Jahr 1982 mit ein paar Kisten, die in der Garage gestapelt wurden. Seit fast von Beginn an ist Gerda Jansen mit dabei. „Am Anfang habe ich meiner Nachbarin nur manchmal dabei geholfen, das Auto auszuladen und die abgegebenen Sachen auszuzeichnen”, erinnert sie sich.

Inzwischen könne sie sich gar nicht mehr vorstellen, nicht mehr an jedem Mittwoch in der Lebenshilfe die Flohmarkts-Artikel anzunehmen. „Es ist einfach diese große Herzlichkeit, die ich von den Menschen hier bei der Lebenshilfe erfahre”, begründet Gerda Jansen ihren Einsatz. Im nächsten Jahr kann sie Jubiläum feiern, dann hilft sie seit einem Vierteljahrhundert mit.

„Wir sind ein tolles Team in dem man sich sehr wohlfühlt”, beschreibt Annlen Hahn das gemeinsame Engagement. Inzwischen sei die Gruppe zu einem richtigen Freundeskreis zusammengewachsen. Aber auch die Freude an der guten Tat ist für die meisten Helfer eine wichtige Motivation. „Es ist einfach eine löbliche Sache, ich möchte einfach helfen”, sagt Wolf Osinski, der im vergangenen Jahr beim Verkauf geholfen und dann einmal vorbeigeschaut hat, um die abgegebenen Schallplatten zu sortieren. Dann ist er geblieben.


Wichtig ist den freiwilligen Helfern auch, dass sie das Ergebnis ihrer Arbeit direkt sehen können. Denn der Erlös wird seit den Anfängen des Flohmarkts für Anschaffungen oder Veranstaltungen gespendet, die ansonsten nicht finanziert werden könnten. „Das Geld von der Krankenkasse reicht für die Pflege, aber Leben bedeutet ja mehr als versorgt werden”, sagt Hilde Bärnreuther von der Lebenshilfe.

Ausflüge zu Konzerten, ein Familientag im Zoo, neue Gartenmöbel oder eine gemütliche Couch - solche Dinge seien ohne den unermüdlichen Einsatz der Ehrenamtler nicht möglich, so Bärnreuther. „Wir sind ihnen wirklich zu großem Dank verpflichtet.” Und der Tag des Ehrenamtes ist hierzu eine gute Gelegenheit.


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