Eden als Plattform für kommunales Kino?

Von: mh
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Will helfen, ein „Kommunales Kino” an den Start zu bringen: Eden-Chef Leo Stürtz stellt den Aachener Filminitiativen einen Vorführraum mit 120 bis 140 Plätzen in Aussicht. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Spot an fürs Projekt „Kommunales Kino”: Sechs einschlägige Initiativen in Aachen wollen ihre Aktivitäten jetzt weiter bündeln, um eine gemeinsame Plattform zur Präsentation unkommerzieller Filmbeiträge zu schaffen.

Hauptziele der Cineasten: Schaffung eines gemeinsamen Labels „Kommunales Kino Aachen” und vor allem: Einrichtung einer eigenen Spielstätte, die alle technischen Voraussetzungen zur Präsentation von Leinwandbeiträgen mit hohem künstlerischen Anspruch erfüllt.

Professionelle Unterstützung rückt nun in greifbare Nähe: Auf AZ-Anfrage bekundete Leo Stürtz, Betreiber des Cinekarrees sowie des Eden-Kinos: „Ich könnte mir durchaus vorstellen, der Initiative unter die Arme zu greifen und einen Vorführraum im Eden mit 130 bis 170 Plätzen zur Verfügung zu stellen.” Bislang habe es zwar noch keine konkreten Gespräche gegeben - aber das lasse sich kurzfristig sehr wohl einrichten.

Der junge Schulterschluss war auch eine Folge des AZ-Forums zum Thema „Leitbild Kultur”, das im Frühjahr im Ludwig-Forum unter anderem Herausforderungen für die kreative Filmstadt Aachen ins Blickfeld rückte. Im Juni brachten die Grünen daraufhin einen Ratsantrag ein, um nochmals prüfen zu lassen, ob das „Space” des Ludwig-Forums als Spielstätte geeignet sei. Dies allerdings scheint nach wie vor fraglich.

Durchweg positiv stünde jedenfalls auch Kulturdezernent Wolfgang Rombey einer „Option Eden” gegenüber. „Wir würden diese Möglichkeit gern prüfen”, sagte Rombey. In einem Bericht an den Betriebsausschuss von Theater und Volkshochschule im Rat zieht der Arbeitskreis aus Vertretern von VHS, Kaleidoskop Filmforum, dem Verein Filmraum West, dem Filmstudio der RWTH, dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk und dem Deutsch-Französischen Kulturinstitut nämlich eine verheißungsvolle Zwischenbilanz.

Dort wird allerdings auch dargelegt, dass das geplante „Netzwerk Kommunales Kino” mit städtische Hilfe zunächst auf eine solide finanzielle Basis gestellt werden müsse. Entsprechende Ressourcen stünden bei der VHS zumindest in begrenztem Umfang zur Verfügung.

Der Ausschuss tagt am Dienstag, 8. Dezember, ab 17 Uhr, im VHS-Forum, Peterstraße 21-25.
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