Echter Öcher Verein auf großer Tennis-Bühne

Von: Hans-Peter Leisten
Letzte Aktualisierung:
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Die Tennis-Fans können kommen: Vorstand, ehrenamtliche Helfer und Balljungen haben alles vorbereitet, damit die Anlage am Luxemburger Ring ihre Erstliga-Feuertaufe besteht. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Aufkommender Stress wird quasi im Volley aus der Anlage geschmettert – Planung und Teamgeist sollen am Sonntag beim TK Blau-Weiß Aachen für einen geschmeidigen Heimstart in die Tennis-Bundesliga sorgen. Auch wenn niemand vom „Abenteuer 1. Liga“ sprechen will – ein kleines Abenteuer bleibt die Teilnahme an der Deutschen Eliteklasse trotzdem.

Michael Nobis, 1. Vorsitzender des Klubs am Luxemburger Ring, sagt aber auch: „Wir sind mächtig stolz.“

Nach dem Top-Start mit einem Sensationssieg in Köln und dem  lokalsten aller Lokalduelle beim TK Kurhaus (Freitag, 13 Uhr im Stadtpark) schlüpfen Frauen, Männer und Kinder der Blau-Weißen am Sonntag voller Freude in die Rolle des Gastgebers. Für einen „echten Aachener Verein“, als den sich Blau-Weiß sieht, eine wirkliche Herausforderung, denn die gesamte Logistik soll zwar nach professionellen Maßstäben, aber ausschließlich mit eigenen ehrenamtlichen Kräften gestemmt werden.

Wenn am Sonntag ab 11 Uhr gegen den TC BW Neuss aufgeschlagen wird, haben die Helfer zwar alle Hände voll zu tun, ihren logistischen Hauptpart aber erfüllt. Die Kasse ist eingerichtet, ein eigenes Zelt für die Beköstigung der Zuschauer ist dann auf den Allwetterplätzen errichtet, die neuen elektronischen Spielstandsanzeigen sind installiert. Das hat Dennis Schmidt – selbstverständlich auch Mitglied – als Informationstechniker übernommen. Damit sorgt er für einen Service, der so schnell nicht seinesgleichen findet: Die Zuschauer können gleichzeitig auf dem Center-Court (Platz 1) und dem zweiten Spielcourt (Platz 3) die Spiele verfolgen und stets alle aktuellen Spielstände ablesen.

Überhaupt wurde dafür gesorgt, dass Platz 1 tatsächlich die Bezeichnung Center Court verdient. Die bestehenden Sitzreihen auf der Längsseite wurde ausgebaut, die Kopfseite verfügt jetzt über eine komplett neue Sitzplatztribühne. „400 bis 500 Zuschauer finden jetzt hier bequem Platz“, freut sich Sportwart Michael Kusen über das neue Angebot, zugleich aber auch darüber, dass so eine entscheidende Auflage erfüllt werden konnte.

Rund 730 Mitglieder hat Blau-Weiß Aachen, gut 50 haben fest eingeteilte Aufgaben. Hinzu kommen viele flexible Helfer, für die steht Andreas Tietmann beispielhaft. Er hilft das ganze Jahr über, steht aber am Sonntag quasi Schläger bei Fuß, wenn irgendwo irgendwer gebraucht wird – wovon er ausgeht. Die Balljungen haben bereits bei den Tennis-Damen des TK die Abläufe einüben können. 45 stehen für die Bundesligasaison bereit. Auch der Moderator der Partie, Till Schüler, hat einen blau-weißen Mitgliedsausweis.

„Nach dem Aufstieg der Damen sind wir bundesweit der einzige Klub, der sowohl eine Damen- als auch eine Herrenmannschaft in der 1. Bundesliga hat“, ist Michael Nobis stolz. Der sportliche Verbleib in der Eliteklasse sei schon ein Abenteuer, finanziell sei aber alles solide kalkuliert, und der Klub stehe geschlossen hinter der Idee. Sollte sich der sportliche Erfolg einstellen, können durchaus auch schon mal Zuschauerzahlen im vierstelligen Bereich erreicht werden. Was auf ein kleines Problem hinweist: Die Zahl der Parkplätze am Luxemburger Ring ist begrenzt. Viele Besucher-Pkw werden sich also auf die umliegenden Straßen auf Steinebrück verteilen müssen. Oder man reist mit dem Fahrrad an. Die Wetterprognose ermöglicht durchaus diese sportliche Option.

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