Dynamischer Zuwachs bei der Sparkasse Aachen

Von: hjd
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Hubert Herpers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen. Foto: W. Sevenich

Aachen. Die Zeiten sind nicht leicht in dieser Niedrigzins-Phase – nicht für die Sparer, aber auch nicht für die Kreditinstitute. Das sieht auch Hubert Herpers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen, so.

Trotzdem konnte er bei Vorlage der Halbjahreszahlen ein Rekordergebnis melden: Der Kreditbestand der Sparkasse liegt erstmals über die Grenze von sieben Milliarden Euro. Von einer Kreditklemme könne weiterhin keine Rede sein, betonte Herpers. Angetrieben wurde das Wachstum erneut von Finanzierungen für mittelständische Unternehmen und Selbstständige: ein Plus von zwölf Prozent im ersten Halbjahr. Insgesamt sagte die Sparkasse ihren Kunden in diesem Zeitraum 575 Millionen Euro an mittel- und langfristigen Darlehen zu.

Bei den Kundeneinlagen (7,28 Milliarden Euro) gab es zwar ein Minus von 0,7 Prozent gegenüber dem Jahresendwert, allerdings legten die Einlagen privater Kunden um 1,6 Prozent auf insgesamt 5,16 Milliarden zu. Herpers machte keinen Hehl daraus, dass die Niedrigzinsphase viele Kunden verunsichere. Man müsse davon ausgehen, dass die EZB die Politik des billigen Geldes „auf Sicht“ fortsetzen werde.

Im Wertpapiergeschäft hielten sich Käufe und Verkäufe die Waage. Netto legten Privatkunden im ersten Halbjahr 80 Millionen Euro an – im ersten Halbjahr 2013 waren es noch 33 Millionen.

Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet Herpers ein Betriebsergebnis von 1,5 Prozent der Durchschnittsbilanzsumme. Dass der Prognosewert gegenüber dem Vorjahreswert niedriger ist, liegt vor allem am Zinsüberschuss, der auf 2,46 Prozent sinken dürfte – angesichts der Zinsentwicklung noch mit Fragezeichen versehen. Die Cost/Income-Ratio, also das Verhältnis von Aufwand und Ertrag, veranschlagte Herpers für sein Haus bei 51 Prozent.

Bei der Sparkasse sind derzeit 2025 Mitarbeiter beschäftigt, 33 weniger als zum Jahreswechsel. Massive Kritik übte Herpers an der „Flut von legislativen und regulativen Maßnahmen“, die erhebliche Kapazitäten binde: „Nichts gegen verbindliche Regeln, aber eine wirksame Regulierung sollte zuvorderst diejenigen Bankengruppen erfassen, deren Umfang, Geschäftsmodell und Kapitalmarktverflechtung große und systemische Risiken bergen.“

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