Dynamik auf der Bühne macht sie zu etwas Besonderem

Von: Lena Feuser
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Haben einst im Keller musiziert, entern jetzt die große Bühne beim Stawag Music Award: Die Band „Imperial Tunfisch“ gehört zu den Finalisten. Foto: Imperial Tunfisch

Aachen. Wenn der Stawag Music Award auf dem Markt startet, steht eine der sechs Bands – Imperial Tunfisch – für eine ganz besondere Art von Musik. Die fünf Studenten spielen schon seit mehreren Jahren zusammen und haben sich auf Psychedelic-Indie-Rock spezialisiert.

Die gemeinsame Zeit, das Organisieren und vor allem die gemeinsame Leidenschaft hat die Jungs fest zusammengeschweißt. „Wir machen nicht immer Musik, aber sie ist immer da. Die Musik verbindet uns“, sagt Gitarrist und Sänger Christoph Beckers.

Angefangen hat alles vor fünf Jahren, als Bassist Achim Anders Leute zusammentrommeln wollte, um eine Band zu gründen. So kamen Schlagzeuger Peter Heinrichs, Gitarrist Luca Stoffels und Gitarrist und Sänger Christoph Beckers hinzu. Geprobt wurde in einem Keller, aus dem noch Hamsterkäfig und Bügelbrett rausgeräumt werden mussten. Das Einzige, was dann fehlte, war ein origineller Name. Und die, so erzählen sie, lieferte ein vergessener Vorratsschrank. Das Älteste was darin zu finden war – eine alte Thunfischdose – wurde zum Bandnamen und hat sich bewährt.

Zwei Jahre später war die Gruppe mit Saxophonist und DJ Filip Schlembach komplett. Heute proben die Jungs immer noch in einem Keller, abgesehen davon erinnert nur noch der Name an die Anfänge der Band. Die Musik wurde anspruchsvoller und die Texte wurden melancholischer. Sie handeln vom Leben, vom Tod und vom Zweifel an der Bedeutung theistischer Ideologien. Das liegt unter anderem an Songwriter Christoph: „Ich kann Songs nicht mit guter Laune schreiben. Das heißt nicht, dass ich immer schlechte Laune habe. Aber ich mache mir bei den Songs viele Gedanken“.

Und das merkt man. Die Musiker legen viel Wert auf kleine Details in ihren Liedern. „Was unsere Musik so besonders macht, ist, dass jeder von uns seinen eigenen Musikgeschmack einbringt“, erklärt Saxophonist Filip Schlembach. Aber nicht nur mit ihren Songs stechen die Jungs heraus. Der Gebrauch von Samplern, Saxophonparts und die Dynamik auf der Bühne macht Imperial Tunfisch zu etwas Besonderem. Ständig in Bewegung versuchen sie, auch das Publikum mitzureißen.

Das soll auch auf der großen Stawag-Bühne gelingen. „Wir haben den Music Award die letzten Jahre immer verfolgt. Dass wir jetzt dabei sind, ist eine große Anerkennung unserer Arbeit“, freut sich Christoph. Wie für viele der Finalisten ist es für die Jungs das erste Mal vor einem so großen Publikum. Dabei geht es gar nicht um das Gewinnen, sondern um eine tolle Zeit auf der Bühne und um den Austausch mit den anderen Bands. „Ein großer Unterschied zwischen Musik- und Sportwettbewerben ist, dass es weniger um das Konkurrenzdenken, sondern mehr um das Miteinander geht“, sagt Christoph.

Mit so einer Einstellung kann der Music Award nur ein großer Erfolg werden.

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