Aachen - Durchblick in Aachens grüner Lunge

Durchblick in Aachens grüner Lunge

Von: Louisa Plasberg
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Stellten die neuen Waldrundweg
Stellten die neuen Waldrundwege vor: von links Hermann-Josef Roder (Fachbereich Bodenordnung), Stadtdirektor Wolfgang Rombey, Petra Prömpler (Sportamt) und Dr. Gerd Krämer (Leiter Gemeindeforstamt). Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Bewegung tut gut und Aachen ist mit seinem großen Waldgebiet wirklich privilegiert”, erklärt der Aachener Stadtdirektor Wolfgang Rombey. Damit sich Jogger, Nordic Walker und Spaziergänger demnächst noch besser im Stadtwald zurechtfinden, hat die Stadt Aachen am Mittwoch eine neue Karte mit sechs Waldrundwegen veröffentlicht.

Die neue Wanderkarte sei Teil des Sportentwicklungsplans, der vor zwei Jahren von der Stadt beschlossen wurde, so Petra Prömpler vom Fachbereich Sport. Im Rahmen dieses Plans wurden Bevölkerungsumfragen durchgeführt.

Das Ergebnis: Neben dem organisierten Sport in Vereinen geht der Trend zur Bewegung in der freien Natur. „Joggen und Spazieren an der frischen Luft ist besonders für Berufstätige attraktiv. Im Wald kann jeder zeitunabhängig Sport machen und ist nicht an feste Trainingszeiten gebunden”, erklärt Prömpler. Die Stadt hat sich das Ergebnis der Umfrage zu Herzen genommen und in Kooperation mit dem Gemeindeforstamt und verschiedenen Fachbereichen an der Karte gearbeitet.

Sechs Rundwege

Die sechs Rundwege, die auf der Karte farbig eingezeichnet sind, gibt es schon seit über 30 Jahren. Neu sind die Verbindungsstrecken, die die verschiedenen Rundwege verbinden. So wird es ausdauernden Sportlern in Zukunft ermöglicht, längere Strecken am Stück zu laufen, ohne einen Weg zweimal nehmen zu müssen. „Die Strecken werden derzeit durch farbige Pflöcke gekennzeichnet. Die Pflöcke der Verbindungsstrecken tragen jeweils die beiden Farben der Rundwege, die sie verbinden” erklärt der Leiter des Gemeindeforstamts, Dr. Gerd Krämer. Auch die Orientierungstafeln an den Waldzugängen sollen im Laufe dieses Jahres aktualisiert werden.

Auf der Rückseite der Karte findet man detaillierte Beschreibungen der sechs Wege. So kann jeder sehen, welchen Schwierigkeitsgrad ihn erwartet. Hermann-Josef Roder vom Fachbereich Bodenordnung war bei der Entwicklung der Karte für die Höhenprofile der Strecken zuständig: „Die Steigungen und Gefälle mussten wir nicht neu vermessen. Die Daten lagen vor. Die Herausforderung war es, die Höhenprofile grafisch simpel abzubilden.” Die Profile sind deshalb um das zehnfache überzeichnet, damit die Proportionen deutlicher werden.

Informationen zu Rettungspunkten und richtigem Verhalten im Wald gibt es ebenfalls auf der Rückseite. Laut Gerd Krämer muss sich niemand um die Sicherheit im Aachener Wald sorgen: „Das Handynetz ist überall gewährleistet und die 37 Rettungspunkte ermöglichen den Rettungskräften eine einfache Orientierung”. Fahrlässig sei allerdings die Benutzung der Wege nach Einbruch der Dunkelheit.

Die Läufer könnten nicht nur einfacher stolpern und sich verletzen, sondern vor allem brauche das Ökosystem auch seine Nachtruhe, erklärt der Fachmann. Wer trotzdem im Dunkeln laufen will, kann die beleuchteten Strecken der Stadt nutzen, die ebenfalls auf der Karte aufgelistet sind.

Petra Prömpler betont, dass die Karte vor allem auch für Leute hilfreich sei, die neu in Aachen sind. So seien für jeden Rundweg Bushaltestellen und Parkplätze markiert, damit auch Ortsunkundige den Weg in den Wald finden. Die Expertin des Fachbereichs Sport denkt da vor allem an Studenten, die nicht aus Aachen kommen: „Um gerade junge Menschen zu informieren, liegt die Karte auch im Hochschulsportzentrum aus und ist im Internet unter www.aachen.de/waldrundwege abrufbar.”

Ingesamt sind 10.000 Karten in den städtischen Verwaltungsgebäuden, den Bezirksämter und beim Aachen Tourist Service (Tourist Info am Elisenbrunnen) kostenlos erhältlich.
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