DSDS-Star Menowin löst Tumulte aus

Von: Robert Esser
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Wurde seinem TV-Image als Auslöser für Ärger gerecht: DSDS-Star Menowin Fröhlich (rechts) posierte erst mit Verspätung in Walheim.

Aachen. Weit über tausend Fans des populären DSDS-Verlierers Menowin Fröhlich haben am Samstagnachmittag am Walheimer Autohaus Jansen zeitweise für Chaos gesorgt.

Der Zweitplatzierte der RTL-Castingshow war für 13 Uhr zu einer Autogrammstunde angekündigt worden. Allerdings tauchte der 23-jährige Sänger erst nach mehrstündiger Verspätung auf. Dann kam es zu tumultartigen Szenen, als die Menge den Fernsehstar bestürmte und nach der verkürzten Autogrammstunde gegen 17 Uhr nicht mehr abreisen lassen wollte.

26 Kinder mussten von Johannitern, zwei Notärzten und Helfern der Feuerwehr wegen akuter Kreislaufprobleme behandelt werden. Drei Minderjährige wurden per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Erst durch die eindringliche Ansprache von Polizeikräften konnte der Abreiseweg für Menowin Fröhlich freigeräumt werden, den Kinder und Jugendliche, die bei der Autogrammstunde leer ausgegangen waren, lautstark blockiert hatten. „Die Sache ist letztlich glimpflich ausgegangen”, meinte ein Polizist am Sonntag.

Dabei hatte das Autohaus nach Kräften Vorbereitungen getroffen, um ein Chaos zu vermeiden. „Wir hatten im Vorfeld alle Eventualitäten mit Polizei, Ordnungsamt, Johannitern und einem eigens engagierten Sicherheitsteam besprochen”, sagte Autohaus-Chef Franz Josef Jansen am Sonntag. „Aber mit so einem gewaltigen Andrang konnte wohl keiner rechnen.”

Nach Angaben der Polizei hatten sich zum verabredeten Termin der Autogrammstunde bei zunächst sommerlichen Temperaturen nur rund 500 Fans vor Ort eingefunden. Erst im Laufe der stundenlangen Wartezeit, die weithin durch „Menowin, Menowin!”-Rufe hörbar war, sammelten sich immer mehr Kinder und Jugendliche vor dem Autohaus.

Die Feuerwehr sprach am Sonntag von einem „dynamischen Prozess”, der schließlich in einen größeren Einsatz mündete. Die Besatzungen von fünf Polizeiwagen hatten alle Hände voll zu tun.

Erfreulich: Es gab keinerlei Gewalt. „Für die meisten war die Welt wieder in Ordnung, als Menowin endlich eingetroffen war”, erklärte Jansen. Er hatte den Fernsehstar, der gerne mit seinem Rüpel-Image kokettiert, sogar per Helikopter über den Flugplatz Merzbrück anreisen lassen, um die Verspätung des Gastes im Rahmen zu halten.

„Wir haben alles getan, was in unseren Möglichkeiten stand”, beteuerte Jansen. Für die kommenden fünf Monate darf Werbepartner Menowin nun einen Alfa Romeo 159 fahren. „Danach sehen wir weiter”, sagte der Chef des Autohauses.

Ob der grell gekleidete und sonnenbebrillte Sänger nach Ablauf der Werbepartnerschaft wieder persönlich in Aachen-Walheim auftaucht, um das Auto zurückzugeben, ist indes noch nicht vereinbart.
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