Aachen - Drogenlabor: Zehn Menschen verletzt

Drogenlabor: Zehn Menschen verletzt

Von: red/pol/jan
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In der Aachener Innenstadt sorgten Ammoniakgase am Dienstagabend für einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei. In einem Haus an der Ecke Rudolfstraße/Steinkaulstraße waren Ammoniakgase ausgetreten. Die Gase stammten offenbar aus einer illegalen Drogenproduktion. Die beiden Urheber wurden verhaftet. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Eine illegale Drogen-Produktion hat am Dienstagabend in einem Mehrfamilienhaus in der Steinkaulstraße zehn Verletzte gefordert und einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften ausgelöst. Die Bewohner atmeten Ammoniakgase ein, zwei Personen wurden verhaftet.

Als die ersten Einsatzkräfte gegen 20.30 Uhr vor Ort eintrafen, stellten sie fest, dass bereits mehrere Personen hustend auf der Straße vor dem Haus knieten. Im Haus wurde ein starker Ammoniakgeruch festgestellt. Insgesamt wurden 25 Personen von Notärzten und Sanitätern untersucht, zehn von ihnen mussten mit starkem Husten, Atemnot und Brechreiz ins Krankenhaus gebracht werden.

Nach den bisherigen Ermittlungen hatten zwei 43- und 45-jährige, polizeilich bekannte Tatverdächtige in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses mit Ammoniak hantiert und dieses freigesetzt. Der 45-Jährige musste ebenfalls in Krankenhaus gebracht werden.

Der 43-Jährige wurde nur leicht verletzt. Beide wurden vorläufig festgenommen. Nach den bisherigen Ermittlungen hatten sich die beiden als Drogenkonsumenten bekannten Männer ohne festen Wohnsitz in der Wohnung eines Bekannten einen Drogencocktail gemixt. Anschließend soll der 45-Jährige die Flasche Ammoniak in der Wohnung verschüttet haben.

Gegen die beiden Tatverdächtigen wird nun wegen schwerer Gefährdung ermittelt. Sieben Hausbewohner konnten das Krankenhaus noch am Dienstag verlassen, drei werden voraussichtlich am Mittwoch entlassen. Der 45-Jährige wird weiter im Krankenhaus behandelt.

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