Drimborner Wäldchen: Stoppt Stiftung Verkauf?

Von: Robert Esser
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Aachen. Nach dem Votum des Liegenschaftsausschusses für einen Verkauf des seit Jahren leer stehenden Ausflugslokals Drimborner Wäldchen an den „Mr. Nik”-Schnellrestaurant-Inhaber Mustafa Gündüz keimt weiter Kritik auf.

Nicht nur Anwohner fürchten, dass der Lärmpegel in dem Viertel am Tierpark und die Verkehrsdichte durch Abendveranstaltungen in dem Restaurant wachsen.

Immobilienmaklerin Caroline Reinartz erklärte am Mittwoch gegenüber der AZ, dass viele Bürger sicherlich eine Einbeziehung der städtischen Immobilie Drimborner Wäldchen in den benachbarten Tierpark lieber sehen würden. „Deswegen habe ich mich entschlossen, mit dem Tierpark eine Stiftung ins Leben zu rufen, damit das Objekt für den Zoo gekauft und nutzbar gemacht werden kann”, erklärte sie. Als Grundstock habe sie einen stattlichen fünfstelligen Betrag zugesagt, versicherte Reinartz auch dem Stadtrat. Dem Vernehmen nach soll das marode Restaurant auf dem knapp 2000 Quadratmeter großen Grundstück rund 140.000 Euro kosten.

„Das Gelände wäre für den Tierpark von unschätzbarem Wert”, sagte Direktor Wolfram Graf-Rudolf. Vor Jahren hatten Landschaftsplaner und Architekturstudenten Überlegungen angestellt, wie dort ein hochwertiger Eingangsbereich realisiert werden könnte. Ein Restaurant will Graf-Rudolf an dieser Stelle allerdings nicht betreiben.

Im Liegenschaftsausschuss hatten die Mitglieder tags zuvor bei dem Votum für Gündüz betont, dass man keine Erweiterung der Außengastronomie - etwa in Form eines Biergartens - zulasse. Auch eine reine „Frittenbude” käme dort nicht in Frage. Schnellrestaurant-Betreiber Gündüz hatte gegenüber der AZ allerdings davon gesprochen, dass er ein zweigeteiltes Konzept anstrebe: einerseits gehobene Küche, andererseits Snacks auf die Faust.

OB Marcel Philipp will sich nun in die Frage der Auflagen persönlich einschalten. Er erklärte aber ebenso: „Die Initiative zum Erwerb durch eine interessierte Bürgerschaft hätte in der langen Zeit kommen müssen, in der das Objekt am Markt war.”
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