Drimborner Wäldchen: Richtfest für Kita „Spielweise“

Von: Katrin Haas
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Richtfest im „Drimborner Wäldchen“ (v.l.n.r.): Dr. Jens Eggli (Investor), Sandra Mehler (Projektleiterin), Ingo Reif (Gesellschafter), Herbert Nordmeier (Bauleieter), Georg Wilms (Bauunternehmer) und Peter Dahmen (Gesellschafter). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Noch fehlt der Estrich über der Fußbodenheizung, die dünnen Rohre verlaufen noch ungeschützt über den Boden. Vier Monate haben die Handwerker noch Zeit, dann muss das denkmalgeschützte, ehemalige Ausflugslokal „Drimborner Wäldchen“ fertig sein.

Bereit für die 50 Kinder der Kindertagesstätte Spielwiese. Bisher sind Dach und Fenster erneuert, der Anbau fertiggestellt worden. Außerdem musste der Boden unter einem Teil des Gebäudes aufwändig abgesenkt werden. Jetzt folgt der Innenausbau. Der Zeitplan ist ambitioniert, aber „das klappt“, sagt Georg Wilms, Geschäftsführer der Firma Schleiff Denkmalentwicklung, beim Richtfest.

Lange hat es gedauert, bis das „schwierige Denkmal“ seine neue Bestimmung gefunden hat. Mit seinem Dornrösschen-Charme mitten im Park, direkt neben dem Euregio-Zoo, bietet es der Kita „Spielwiese“ ab August ein neues Zuhause.

„Wir sind schon lange auf der Suche“, sagt die Kita-Leiterin Ute Schmidt der Elterninitiative „Spielwiese“. Ein Investor hat das Gebäude gekauft, der Verein hat einen 20-Jahre-Mietvertrag erhalten. Insgesamt 570 Quadratmeter sind die neuen Räume groß, zusätzliche 1840 Quadratmeter bietet das Außengelände. Das fehlt der Kita an ihrem jetzigen Standort am Blücherplatz fast gänzlich.

In ihrem neuen Zuhause kann die Elterninitiative ihr Konzept der „Reggio-Pädagogik“ viel besser umsetzen. Insgesamt werden drei Gruppen angeboten, mit Schwerpunkt auf der Betreuung von Kindern unter drei Jahren. „Kinder über drei Jahre sind herzlich willkommen“, sagt Schmidt. 16 Plätze sind noch frei.

„Mit ganz viel Freude“ blicken die Kinder und Erzieherinnen auf den Umzug. „Für die kleineren Kinder wird das nochmal schwer“, erklärt Schmidt. Schließlich ist die Kita am Blücherplatz für sie ein Stück Zuhause. Im neuen Haus im Grünen wird es bestimmt nicht langweilig, das Außengelände bietet Platz für Matschstraßen, Hängematten oder ein Baumhaus. Und von den Gruppenräumen schauen die Kinder direkt ins Affengehege des Euregio-Zoos.

Wie spannend der Ausblick aus den neuen Kita-Räumen sein kann, erlebte der Bauleiter der Firma Schleiff bereits am Tag des Richtfestes: Als er auf einem Baugerüst stand, blickte ihm ein Gepard direkt in die Augen. Das Tier war auf einen hohen Baum in seinem Gehege geklettert – obwohl Geparden eigentlich nicht klettern können. Dieser allerdings schon, so informierten die Tierparkmitarbeiter. Gefahr für die Kinder besteht aber natürlich nicht – höchstens, dass sie stundenlang an der Fensterscheibe stehen.

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