Dreiste Ausrede: Mutmaßlicher Schleuser von Polizei festgenommen

Von: red/pol
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Bei einer Kontrolle konnte die Bundespolizei einen Schleuser festnehmen. Foto: dpa

Aachen. Mit einer erstaunlichen Argumentation versuchte ein 62-jähriger Angolaner am Montagmorgen einer Anzeige wegen Schleusung gegen sich zu entgehen.

Der 62-Jähriger fiel einer Kontrolle der Polizei in Aachen-Brand auf, da das Kurzzeitkennzeichen seines Vans abgelaufen war. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass er zehn Eritreer in seinem Wagen beförderte.

Die Begründung: Er war unterwegs zu einer Werkstatt, als ihm die Beifahrer begegneten. Aus reiner Nächstenliebe hätte er sich bereit erklärt, die Gruppe mit nach Aachen zu nehmen. Dass es sich bei der Mitnahme von ausweislosen Personen über die Grenze um eine Straftat handle, sei ihm nicht bewusst gewesen.

Bereits zu diesem Zeitpunkt sprachen einige Indizien dafür, dass seine Aussage nicht der Wahrheit entsprach. Zudem schien der Fahrer des Vans schon häufiger als Schleuser gearbeitet zu haben. Die Polizei leitete sofort Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Schleuser ein. Die Beifahrer wurden an eine Anlaufstelle für Asylbegehren weitergeleitet.

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